ARD-Hörspieldatenbank


Hörspiel



Jakov Lind

Die Auferstehung


Regie: Petra Kiener

Amsterdam. Oktober 1943. Ephraim Goldschmied und Scholem Weintraub lernen sich kennen: in einem fenster- und luftlosen Wandverschlag, in den nur ein Bett und ein Stuhl passen. Sie bringen dort drei Wochen zu, Tag und Nacht aufs engste miteinander konfrontiert. Sie sind untergetaucht bei einem Holländer, um dem Leid der Verfolgung und dem Tod zu entgehen. Zwei Juden, deren gemeinsamer Feind die Nazis sind. Diese Not verbindet sie. Doch sie selbst sind Antipoden. Goldschmied, der ältere, ist zum Christentum konvertiert. Weintraub, ein Palästinapionier, ist Atheist. Er verachtet den anderen und sieht in ihm einen Verräter am Judentum. Doch er hat sich geirrt. Goldschmied ist viel tiefer als er der Tradition jüdischen Denkens verhaftet, und Weintraub lernt sich eigentlich erst durch ihn als Juden begreifen. Und er findet in Goldschmied einen Vater, der zuletzt freiwillig mit ihm in den Tod geht. Zu diesem Stück ein Aphorismus Franz Kafkas: "Du kannst dich zurückhalten von den Leiden dieser Welt. Das ist dir freigestellt und entspricht deiner Natur, aber vielleicht ist gerade dieses Zurückhalten das einzige Leid, das du vermeiden könntest."

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Joachim NottkeErzähler
Rudolf WesselyEfraim Goldschmied
Greger HansenWeintraub
Hans-Peter HallwachsVan Tuinhout
Peter AustVerhulst
Peter MaticPolizeioffizier
Heinz Hönig1. Polizist
Thomas Petruo2. Polizist
Manfred RahnFahrer


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Sender Freies Berlin / Südwestfunk 1985


Erstsendung: 05.11.1985 | 71'05


Darstellung: