ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Gabriele Wohmann

Drück mir die Daumen


Technische Realisierung: Rudolf Stückrath; Barbara Goebel; Barbara Göbel

Regieassistenz: Thomas Werner


Regie: Hein Bruehl

Ein neues Hörspiel aus der Reihe der Konversationsstücke von Gabriele Wohmann. Diesmal mit einer überraschenden dramaturgischen Wende. Margot und Edgar, ein älteres Ehepaar, erwarten Besuch. Sie sind vor kurzem in eine kleinere Wohnung umgezogen und fühlen sich beengt und unsicher. Um vor Elfi, einer jüngeren Freundin einen guten Eindruck zu machen, verabreden die beiden, auf ihre üblichen Gesprächsmarotten zu verzichten; vor allem Margot soll nicht wieder ihre Endzeit- und Katastrophenstimmung zum Thema machen. Noch während sie die heile Eheweltkulisse verabreden, geraten sie in die üblichen Auseinandersetzungen über Fehler, die sie mit ihren Bekannten gemacht haben, über ihre Beziehungen zu den Verwandten, über ihre außerehelichen Flirtversuche. Da erscheint Elfi. Trotz der Verabredung des Ehepaars, eine "positive" Konversation mit ihr zu führen, bricht dieser Vorsatz zunehmend in sich zusammen. Nachdem Elfie gegangen ist, wird im Stück die Darstellungsebene gewechselt. Margot und Edgar sprechen über die zuvor gehörte Szene "Elfies Besuch" als über ein Hörspiel, das Margot gerade geschrieben und ihrem Mann zu lesen gegeben hat.

Gabriele Wohmann, geboren 1932 in Darmstadt, war Mitglied der mittlerweile legendären "Gruppe 47". Hauptthema ihrer von Joyce, Proust und Autoren des "Roman Nouveau" beeinflußten Romane und Erzählungen, nicht zuletzt jedoch auch Ihrer zahlreichen Hörspiele, ist die Unfähigkeit des Menschen zur Kommunikation sowie menschliches Fehlverhalten im alltäglichen bürgerlichen Leben. Seit fast zwanzig Jahren begleitet der WDR Gabriele Wohmanns Hörspielschaffen und sendete zuletzt von ihr "Es geht mir gut, ihr Kinder" (1988).

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Veronika BeyerMargot
Vadim GlownaEdgar
Donata HöfferElfie


 

Mikrofon im hr-Hörspielstudio - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1991

Erstsendung: 28.04.1991 | 57'38


Darstellung: