ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Karl Günther Hufnagel

Königsberg 1804


Technische Realisierung: Karl-Heinz Stoll; Waltraud Gruber


Regie: Otto Düben

Immanuel Kant, der große Königsberger Philosoph, dessen Vernunftkritiken einen Wendepunkt der abendländischen Philosophie markieren, muß - altersschwach und den alltäglichen Dingen des Lebens mehr denn je hilflos gegenüberstehend - noch vor seinem eigenen Tod den Tod seines langjährigen Dieners Lampe verschmerzen. Widerwillig läßt er sich von seiner Köchin Berta deren Tochter Trudchen als Aushilfe aufschwatzen. Und obwohl Trudchen - fast noch ein Kind - ahnungslos, unerfahren und gänzlich ungeübt in philosophischem Denken ist, entwickelt sich zwischen Kant und ihr ein zartes Vertrauen. Denn intuitiv erfaßt das Mädchen die Ängste, die enttäuschten Hoffnungen und quälenden Zweifel des seinem Tode entgegensehenden Denkers, dem im Nachdenken über die Möglichkeit der Erkennbarkeit der Welt die Welt selbst abhanden gekommen scheint. Karl Günther Hufnagel, 1928 in München geboren, schrieb zahlreiche Hörspiele, Fernsehstücke und Filmtexte. 1960 veröffentlichte er den Roman "Die Parasiten-Provinz", 1961 den Erzählungsband "Worte über Straßen". 1979 folgten die Romane "Draußen im Tag" und "Die Liebe wird nicht geliebt". Karl Günther Hufnage lebt als freier Schriftsteller in München.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Wolfgang BüttnerKant
Andrea-Maria WildnerTrudchen
Doris SchadeBerta


 


Mikrofon im hr-Hörspielstudio - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Süddeutscher Rundfunk / Sender Freies Berlin 1986

Erstsendung: 13.02.1986 | 88'45


Darstellung: