ARD-Hörspieldatenbank

Kriminalhörspiel



Gert Hofmann

Empfindungen auf dem Lande


Technische Realisierung: Karlheinz Stoll, Birgit Schilling

Regieassistenz: Iris Voigt


Regie: Walter Adler

Schauplatz, sagen wir der Einfachheit halber, eine deutsche Provinz: Als ein Kommissar und ein Hilfspolizist eine Busladung voller Asylanten aus irgendwelchen Hungerzonen auf ein paar Ortschaften verteilen sollen, sind beide schlichtweg überfordert. Denn die Provinzler reagieren, wie man es von solchen erwartet: sie stecken die Unterkunft in Brand, sie machen Anstalten, die Asylanten zu verjagen. Die Geschichte geriete zu einen Behördenrührstück, wenn nicht der Hilfspolizist noch ein privates Problem zu bewältigen hätte: seine Frau will sich scheiden lassen, und seine Geilheit auf Marie, die Bedienung vom "Hirschen", bleibt unbefriedigt. Der Hilfspolizist ordnet das finale Durcheinander von Dorfbewohnern und Asylanten in seinem Sinne: Er wähnt sich von Nebenbuhlern umstellt und schießt auf einen Schwarzen, der eine enge weiße Caritashose trägt. Er trifft ihn an einer empfindlichen Stelle.

Gert Hofmann, geboren 1931 in Limbach/Sachsen, wirkte als Universitätslehrer u.a. in den USA und in England. Mehrere Literaturpreise und "Hörspielpreis der Kriegsblinden". "Das allmähliche Verstummen des Kinoerzählers in der Tonfilmzeit" (Produktion: Süddeutscher Rundfunk) wurde 1991 in die europaweite Empfehlungsliste der EBU aufgenommen.

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Mitwirkende

Sprecher/SprecherinRolle/Funktion
Rolf BoysenKommissar
Rufus BeckPolizist
Reinhard Zobel1. Stimme
Alexander Osteroth2. Stimme


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Süddeutscher Rundfunk 1992

Erstsendung: 12.07.1992 | 54'01

Darstellung: