ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Ilona Jeismann, Peter Avar

Die graue staubige Straße


Realisation: Ilona Jeismann; Peter Avar

"Wirrwarr statt Musik" war am 28. Januar 1936 ein Artikel in der Prawda überschrieben. Gemeint war die Musik von Dimitri Schostakowitsch. Sein Stil wurde als unnatürlich, volksfremd, effektsüchtig und westlich verseucht gebrandmarkt. Der Komponist empfand die ideologischen Angriffe als Todesurteil und dachte an Selbstmord. An diesem Punkt setzt das Hörspiel ein. Aber nicht die Biografie von Schostakowitsch wird erzählt, sondern es werden innere Zustände wiedergegeben, die schließlich in der 10. Sinfonie ihren künstlerischen Ausdruck fanden. Diese Sinfonie schrieb Schostakowitsch nach Stalins Tod 1953. Sie ist seine Abrechnung mit dem Diktator, der ihn mit Zuckerbrot und Peitsche züchtigen wollte. Sie ist aber auch ein musikalisches Dokument der Widersprüchlichkeit im Leben des Komponisten. Diese Musik gibt den Tenor im Hörspiel an. In sie verwoben sind fiktive tatsächliche Begegnungen mit Anton Tschechow, mit Marschall Tuchatschewskij, der hingerichtet wurde, mit Anna Achmatowa und mit Stalin. Das Hörspiel wurde mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden 1997 ausgezeichnet.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Dieter MannSchostakowitsch
Winfried WagnerTuchatschewsky
Klaus ManchenStalin
Jürgen HentschTschechow
Lissy TempelhofAchmatowa


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Sender Freies Berlin 1997


Erstsendung: 04.11.1997 | 59'57


AUSZEICHNUNGEN

Hörspielpreis der Kriegsblinden 1998


Darstellung: