ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel, Kriminalhörspiel



Roland Schimmelpfennig

Die Aufzeichnung


Regie: Ulrich Lampen

Kommissar Schennen, Leiter der Abteilung für innere Angelegenheiten, holt per Telefon Kommissar Corinth aus dem Bett und schickt ihn in ein Mietshaus, in dem eine Leiche liegen soll. Corinth findet in einer von innen abgeschlossenen, verdunkelten Wohnung einen seit zwei Tagen toten Mann, Hans Fischer, und ein Tonbandgerät ohne Bänder. Wer konnte die Leiche melden wenn es kein angekündigter Selbstmord war? Also Mord? Die Ermittlungen des Staatsanwalts ergeben: der alte Hans Fischer war ein pensionierter Abhörspezialist der Polizei, der von Lauschangriffen auch in seinem Privatleben nicht lassen konnte. Kommissar Corinth findet in einem Versteck in der Zimmerdecke des Toten bespielte Tonbänder, auf denen Stimmen und Geräusche aus einer Wohnung im Haus zu hören sind. Corinth beschließt, die Nacht vor Ort zu verbingen, um sich ein "Hörbild" von den seltsamen akustischen Ereignissen in der Wohnung zu machen. Dabei findet er immer neue Tonbänder, die immer Erstaunlicheres und Erschreckenderes offenbaren. Und dann hört Corinth sich selbst. Zum letzten Mal. In seinem ersten Hörspiel erzählt der Autor eine spannende Story von totaler Überwachung durch staatliche Sicherheitsorgane. Und gleichzeitig erforscht er Möglichkeiten des Hörens: Lauschen und Abhören und Zuhören und Weghören und die verschiedenen Formen der Aufzeichnung.

Roland Schimmelpfennig, geboren 1967 in Göttingen. Aufenthalt in der Türkei, Tätigkeit für die TAZ und Hörfunksender, Besuch der Otto-Falkenberg-Schule. Heute freier Autor, Übersetzer und Regisseur in München.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Gerd BöckmannSchennen
Wolfgang Maria BauerCorinth
Hanns ZischlerLienhardt
Horst RaspeFischer
Christine SchönfeldAntje Schmidt
Ernst KonarekDr. Bauer
Margarete SalbachFrau Fischer
Christiane Bachschmidt
Peter Engel
Sascha Icks
Rosi Knoden
Felix von Manteuffel
Sabine Niethammer
Veronika Spindler


 

Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Südwestfunk 1998


Erstsendung: 15.02.1998 | 48'05


Darstellung: