ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel, Kriminalhörspiel



Alain Franck

Ohne Haß und Furcht

übersetzt aus dem Französischen


Übersetzung: Maria Frey

Regie: Gustav Burmester

Schon in früheren Kriminalhörspielen hat der französische Autor Alain Franck zugunsten einer eindringlichen Milieuschilderung auf die kulinarische Zubereitung von Kriminalfällen verzichtet. Das Geschehen dieses Hörspiels atmet etwas von der Tristesse der armseligen, winterlichen Provinzlandschaft, in der dieser Fall sich ereignet. Als Hauptakteur im Hintergrund rücken die sozialen Verhältnisse in den Mittelpunkt des Interesses. Spielende Kinder haben auf einer aufgegebenen Baustelle die Leiche des Hilfsarbeiters Emile Guillon gefunden. Man war es von ihm gewohnt, dass er nach der Arbeit im Zementwerk wie andere Arbeiter auch seinen Durst im nahen Wirtshaus gelöscht hat. Dort ist er auch an dem Abend gewesen, als er ermordet wurde. Als Inspektor Taillancourt die Ermittlungen aufnimmt, stößt er auf erschreckendes Elend. Der demütigende Kampf um die nackte Existenz, zu dem die Menschen hier gezwungen sind, lässt Begriffe wie Recht und Unrecht in einem ungewohnten Licht erscheinen.

Alain Franck, 1927 in Paris geboren, war Buchhändler und Journalist, bevor er, 35jährig, begann, für Rundfunk und Fernsehen zu schreiben. 1964 erhielt er den "Prix du Quai des Orfèvres" für den besten Kriminalroman des Jahres, 1968 den "Prix d'Aurore" für das Theaterstück "Cinq Poisson pour un week-end". Neben Kriminalliteratur schreibt Alain Franck Abenteuer-Bücher und Science Fiction-Romane.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Grete WurmHenriette Guillon
Matthias PonnierJacques Laimont
Robert MeynPierre Drouvin
Bum KrügerRené Vélaco
Helga ZeckraPierette Guemêne
Michael DegenInspektor Taillancourt
Edgar HoppeWachtmeister
Arno GörkePaul Monceau


 

Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1971


Erstsendung: 17.04.1971 | 48'50


Darstellung: