ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Israel Horovitz

Jugendsünden


Übersetzung: Iris Krüger

Regie: Norbert Schaeffer

Bobby Maloney ist Ende 50 und arbeitslos. In seinem Heimatort Gloucester an der Küste von Massachusetts sind Jobs Mangelware, seit der Fischfang unrentabel und die Fabrik stillgelegt worden ist. Einmal in der Woche muss er zur verlassenen Fischauktionshalle, um dort seine Arbeitslosenkarte stempeln zu lassen. Eines Tages kommt auch der junge Douggie Shimmatarro dorthin, dem Bobby während der Wartezeit viel zu erzählen hat: von der Armut der Fischer und den Verlockungen, durch den Drogenhandel schnelles Geld zu verdienen. Von seiner Generation, die kaputt und oft drogenabhängig aus Vietnam zurückgekehrt ist. Vom Trauma und von der Verlorenheit. Vor allem aber von seiner Liebe, vor vielen Jahren, zu Douggies Mutter - auch wenn es von ihr heißt, sie habe mit allen Jungen der Stadt geschlafen. Und deshalb hätten fast alle Aids. Douggie Shimmatarro verliert all seine Schüchternheit. Er verteidigt seine Mutter. Mit dem äußersten Mittel ...

Israel Horovitz, 1939 in Massachusetts geboren, leitet dort ein eigenes Theater. Seine oft realistischen, oft witzigen und gleichermaßen weisen Stücke werden am Broa dway ebenso gespielt wie anderswo in den USA, in Europa vor allem in Frankreich, aber auch in Deutschland. Hierzulande wurde er vor allem bekannt durch seinen Monolog "Three Weeks After Paradise", unter dem Schock der Ereignisse vom 11. September entstanden, den der WDR unmittelbar in Folge der Ereignisse und vor allen Theaterinszenierungen gesendet hat. Zuletzt brachte der WDR "My Old Lady" mit Gisela Trowe.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Hans-Peter HallwachsBobby
Wanja MuesDouggie
Herbert SchäferFrankie
Jens WawrczeckDubbah

Musiker: Maria Kliegel (Violoncello)

 


 

Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 2004


Erstsendung: 25.07.2004 | 45'03


REZENSIONEN

Andreas Matzdorf: Funk-Korrespondenz. 52. Jahrgang. Nr. 31. 30.07.2004. S. 28. - Stefan Fischer: Süddeutsche Zeitung. 24.07.2004. S. 36.


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