ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel, Science Fiction-Hörspiel



Herbert W. Franke

Meuterei auf der Venus


Regie: Reinhard Zobel

Eine Rebellion in einem Schürfunternehmen auf der Venus soll mit psychotechnischen Mitteln beendet werden. Direktor Walkers, Leiter der Venus-Station, ist verärgert, weil die Erde statt der angeforderten Soldaten den Psychologen Widdelby als Schlichter geschickt hat. Während Walkers dem wachsenden Druck der rebellierenden Arbeiter ultimativ mit Waffengewalt zu begegnen versucht, beginnt Widdelby, mit einem Assoziationsanalysator nach den wahren Motiven der Streikenden zu forschen. Das neuartige Gerät, mit dem unbewußte Gedanken aufgefangen und verstärkt werden können, bestätigt seine von Anfang an gehegte Vermutung, die Unzufriedenheit müsse tiefere Ursachen haben als die vordergründig vorgetragene Forderung nach Lohnerhöhung und Arbeitszeitverkürzung: nicht die extremen Belastungen durch Hitze und Staub, nicht die schwere Arbeit beim Gewinnen der hochwertigen Polymerisate sind es, sondern der Wunsch nach besseren Lebensbedingungen, nach einer Heimat auf der Venus, nach einem echten Zuhause für Menschen, die sich der Erde längst entfremdet haben. Obwohl die Arbeiter schon mit den Förderpanzern näherrücken und damit drohen, die Kuppel zu stürmen, zeigt sich der Direktor noch immer nicht einsichtig, so daß Widdelby keine andere Möglichkeit sieht, als das Gerät gegen Widdelby selbst einzusetzen, um durch direkte Willensbeeinflussung eine weitere Eskalation von Gewalt zu verhindern. (Pressetext aus: Hörst G. Tröster: Science Fiction im Hörspiel. 1947-1987. Deutsches Rundfunkarchiv 1993)

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Hellmut LangeWiddelby
Ernst DietzDirektor Walkers
Jörg CossardtRossi
Michael DegenPenopoulos
Günther AmbergerSanchez
Anke TegtmeyerLinda
Klaus GuthTorposten/Wachposten
Gert BollmannMaschinenstimme


 

Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Süddeutscher Rundfunk 1967


Erstsendung: 24.01.1967 | 49'50


Darstellung: