ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung



Fritz Mühlenweg

In geheimer Mission durch die Wüste Gobi (1. Teil: Großer-Tiger und Kompass-Berg)


Vorlage: In geheimer Mission durch die Wüste Gobi (Abenteuerroman)

Bearbeitung (Wort): Eberhard Klasse

Komposition: Klaus Burger, Matthias Schneider-Hollek

Dramaturgie: Uta-Maria Heim

Regie: Eberhard Klasse

Kompass-Berg (Christian) ist als deutscher Junge in China aufgewachsen und gerät in einen Bürgerkrieg. Er und sein Freund Großer-Tiger werden beim Drachensteigen von Soldaten in einen Zug verfrachtet und an einem fremden Ort ausgesetzt. Als Gefangene müssen sie eine lange Reise durch die Mongolei antreten, erst mit einem Lkw, dann auf Pferden und Kamelen. Die Kinder haben als unverdächtige Kuriere einen wichtigen Geheimauftrag, von dem niemand wissen darf, schon gar nicht ihre Reisebegleiter: Grünmantel, ein betrügerischer Kaufmann, ist ein durch und durch schlechter Mensch, aber auch ihr Reiseführer, der Soldat Glück, hat eine dunkle Vergangenheit. Unterwegs begegnen sie Nomaden und Wegelagerern - viele gefährliche Situationen können sie nur durch Klugheit und Witz meistern. "In geheimer Mission durch die Wüste Gobi" ist mehr als ein "chinesisch-mongolischer Karl May", denn er ist weitaus stärker den authentischen Beschreibungen der Kulturen verpflichtet. Sehr eigenwillig und konsequent bildet der Autor die asiatische Denkweise in der Sprache seiner Protagonisten ab, Satzbau und Redewendungen sind dem Chinesischen nachempfunden. Auch im Verhalten der beiden Jungen ist das spürbar: Freundschaft und Loyalität, Höflichkeit und Respekt gegenüber Menschen und ihrer Kultur, ruhiges Abwarten bei gleichzeitigem Beobachten der Situation, Bewahrung und Befolgung alter Traditionen kennzeichnen das Verhalten der beiden Jungen, die im Verlauf der Geschichte als "geheime Mission" gleich drei wichtige Aufträge erhalten. Während sie "in einem Boot" (bzw. in einem Wagen) sitzen mit Grünmantel, einem Halunken und Mörder, sowie mit dem diebischen Glück, kämpfen sie zäh gegen das Scheitern. Ständig der Gefahr ausgesetzt, von Glück verraten und von Grünmantel getötet zu werden, versuchen sie, Glück durch beharrliche Freundlichkeit auf ihre Seite zu ziehen. Es gelingt ihnen. Zugleich schaffen sie es, von Grünmantel gedemütigte und zu seinen finsteren Zwecken eingespannte Kinder für sich zu gewinnen und ihnen zu helfen. Die Begegnung mit einem kleinen Mongolen ist dann eine Art Initiation: Kompass-Berg und Großer-Tiger lernen Sprache und Denken der Mongolen, gewinnen durch diese Anpassung und durch ihre Offenheit deren Vertrauen und Respekt und schaffen es auf die Weise, allen Gefahren zu trotzen.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Christian BrücknerErzähler
Alfons RauChristian
Timur Khalid BokariGroßer-Tiger
Gottfried BreitfußGlück
Hans-Peter HallwachsGrünmantel
Frank StöckleHauptmann
Michael Tregor1. Soldat
Tobias Lelle2. Soldat
Andreas Schlager3. Soldat
Marius Marx4. Soldat
Bernd Gnann5. Soldat
Sebastian Nakajew6. Soldat
Pauline HeimSchneevogel
Helga Grimme
Rudolf Guckelsberger
Andrea Hörnke-Trieß
Barbara Stoll
Andreas Szerda
Emma Thiel


Regisseur Eberhard Klasse | © SWR/Christel Korte

Regisseur Eberhard Klasse | © SWR/Christel Korte

Regisseur Eberhard Klasse | © SWR/Christel Korte
Alfons Rau als Christian und Timur Khalid Bokari als Großer-Tiger (v.l.) | © SWR/Christel Korte
Hans-Peter Hallwachs als Grünmantel, Michael Tregor als 1. Soldat/Ungemach, Gottfried Breitfuß als Glück, und Tobias Lelle als 2. Soldat/Schlangenfrühling (v.l.) | © SWR/Christel Korte
Hans-Peter Hallwachs spricht die Rolle des Grünmantel. | © SWR/Christel Korte

Hans-Peter Hallwachs spricht die Rolle des Grünmantel.
© SWR/Christel KorteHans-Peter Hallwachs spricht die Rolle des Grünmantel.
© SWR/Christel Korte



PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Südwestrundfunk 2008


Erstsendung: 17.05.2008 | 54'32


CD-Edition: Der Hörverlag 2008


AUSZEICHNUNGEN

2. Platz hr2-Hörbuchbestenliste Kinder- und Jugendhörbücher September 2008 (CD-Edition)


REZENSIONEN

Roland Erne: Neue Zürcher Zeitung. 16.05.2008. S. 70 | Christian Hörburger: Funk-Korrespondenz. Nr. 22. 30.05.2008. S. 25f.


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