ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Thomas Bernhard

Gehen


Vorlage: Gehen (Erzählung)

Bearbeitung (Wort): Barbara Schäfer

Redaktion: Holger Rink

Technische Realisierung: Marcus Huber; Roland Böhm


Regie: Barbara Schäfer

Auf regelmäßigen Spaziergängen berichtet Oehler, der früher mit Karrer ging, einem Dritten, warum Karrer verrückt geworden und nach Steinhof in die Anstalt hinaufgekommen ist. Für Karrer war das Gehen Anlass und Ausdruck seiner Denkbewegung. Denkvorgänge, in denen Karrer sich klarwerden wollte über die Beziehung des Denkens zu den Gegenständen, über das Verhältnis von Bewegung und Stillstand. Thomas Bernhard schrieb 1971 radikale Reflexion über das Leben, seine Widrigkeiten, Aussichtslosigkeiten, seine Möglichkeiten. "Es ist ein ständiges zwischen allen Möglichkeiten eines menschlichen Kopfes Denken und zwischen allen Möglichkeiten eines menschlichen Hirns Empfinden und zwischen allen Möglichkeiten eines menschlichen Charakters Hinundhergezogenwerden."

Thomas Bernhard (1931-1989) zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen autoren der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, schrieb Gedichte, Dramen, Romane und Erzählungen (zumeist Monologe). Er überzog in seinen Texten die österreichische Gesellschaft häufig mit Spott und Hohn. Seine Stücke und Werke wurden vielfach ausgezeichnet. Mehrere Schriften von ihm wurden als Hörspiel produziert. 2010 produzierte Radio Bremen seinen autobiographischen Text "Die Ursache" als Lesung.

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Mitwirkende

Sprecher
Johannes Silberschneider


 


Mikrofon im hr-Hörspielstudio - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Radio Bremen 2011

Erstsendung: 25.02.2011 | 54'00


REZENSIONEN

  • Stefan Fischer: Denkbewegungen. In: Süddeutsche Zeitung 25.02.2011, S. 15.

Darstellung: