ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung



Fritz Rudolf Fries

Last Exit To El Paso


Vorlage: Last Exit To El Paso (Roman)

Bearbeitung (Wort): Uta-Maria Heim


Regie: Wolfgang Rindfleisch

Nach den Herren Arleq und Paasch in »Der Weg nach Oobliadooh« und Berlinguer und Retard in »Alexanders neue Welten« schickt Fritz Rudolf Fries in »Last Exit to El Paso« zum dritten und letzten Mal ein Freundespaar auf die Reise. Diesmal sind es Arronax und Arcimboldi, Archie genannt, und sie geht nach Amerika, genauer: nach El Paso. Hinfällig schon und »am Ende ihrer Tage«, erfahren die beiden Männer per Telefon, dass sie eine Weltreise gewonnen haben. Oder erlaubt sich jemand einen bösen Scherz? Skeptisch zwar, haben sie wenig zu verlieren. Und Lust am Spiel hatten sie immer schon, entwerfen sie doch als ehemalige Bürger der DDR seit langem wild verworrene Szenarien, von denen nicht immer klar ist, ob sie in der Realität oder im Kopf ihren Ort haben. Drehbücher oder Romane, in denen die »Montagetechnik eines Fellini mit der absurden Komik eines Groucho Marx« verbunden wird, entstehen so. Oder wenigstens die Ideen dazu. Getreu dem Motto der Bremer Stadtmusikanten »Etwas Besseres als den Tod findest du überall«, machen sich die beiden Männer auf die abenteuerliche Reise, die sich bald als ein von geheimnisvollen Diensten inszeniertes Wettrennen entpuppt: Einer fährt entlang der amerikanischen Ostküste, der andere entlang der Westküste gen Süden. Weitere Weisungen und das Ziel der Reise sollen ihnen erst unterwegs mitgeteilt werden. »Und am Ende werden alle Figuren, die Lebenden wie die Toten, ihre Träume verlassen und sich in den Paradiesen wiederfinden, die sie zu ihren Lebzeiten gesucht haben.«

Fritz Rudolf Fries (1935–2014), nach einer Kindheit in Bilbao in Leipzig aufgewachsen, studierte Romanistik bei Werner Krauss, mit dem er Anfang der 1960er-Jahre an die Akademie der Wissenschaften nach Berlin geht. Er verliert seine Stelle, als sein erster Roman, »Der Weg nach Oobliadooh«, 1966 im Westen erscheint. Er verfasst zahlreiche Romane, Erzählungen, Reisebücher, Essays und Hörspiele. Sein Roman »Last Exit to El Paso« erschien 2013. Der MDR produzierte seine Hörspiele »Frauentags Ende oder Die Rückkehr nach Ub-liaduh « (1995 »Hörspielpreis der Kriegsblinden«) und »Don Juan in den Lüften« (2005).

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Mitwirkende

Sprecher
N. N.


"Last Exit to El Paso": Saudia Young | © MDR/Olaf Parusel

"Last Exit to El Paso": Saudia Young | © MDR/Olaf Parusel

"Last Exit to El Paso": Saudia Young | © MDR/Olaf Parusel
"Last Exit to El Paso": Klaus Manchen | © MDR/Olaf Parusel
"Last Exit to El Paso": Judith Rosmair | © MDR/Olaf Parusel
"Last Exit to El Paso": Hans Peter Hallwachs | © MDR/Olaf Parusel

"Last Exit to El Paso": Hans Peter Hallwachs
© MDR/Olaf Parusel"Last Exit to El Paso": Hans Peter Hallwachs
© MDR/Olaf Parusel



PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Mitteldeutscher Rundfunk / Südwestrundfunk 2018


Erstsendung: 12.03.2018 | MDR KULTUR | ca. 75'00


REZENSIONEN

Christian Hörburger: Kokett und spielerisch. In: Medienkorrespondenz Nr. 7 vom 23.3.2018, S. 54


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