ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Ralf Haarmann, Tugsal Mogul

Bitmemiş – not finished yet

mit Zitaten aus “Die Deutsche Ayşe” von Tuğsal Moğul


Vorlage: Die Deutsche Ayşe (Theaterstück)

Komposition: Ralf Haarmann

Redaktion: Natalie Szallies

Technische Realisierung: Alexander Buske


Regie: Ralf Haarmann

Frauen der „dritten Einwanderer-Generation“ erzählen

Drei junge Frauen der so genannten „dritten Einwanderer-Generation“ erzählen von sich und ihren Großmüttern. Wie war es damals, wie ist es heute? Ohne Anspruch auf Vollständigkeit sprechen sie über Heimat und Zugehörigkeit und liefern überraschende Erkenntnisse.

Sie reden nicht über Kopftücher und Ausgrenzung, sie erkunden vielmehr Lebenswege und stellen Identitäten in Frage. Wie sind wir aufgewachsen, wie wurden wie erzogen, welche Rolle spielt der Migrationshintergrund überhaupt noch? Schon die erste Generation der „Gastarbeiterinnen“ aus der Türkei war anders als allgemein angenommen: Viele Frauen waren stark und absolut selbständig, keinesfalls waren sie nur die Anhängsel ihrer arbeitenden Männer. Die Sprecherinnen der dritten Generation legen hier den Fokus auch längst nicht mehr primär auf Integrations-Aspekte, vielmehr sehen sie die Konflikte im Elternhaus oder in ihrer Rolle als Frau unabhängig von der Herkunft. Dürfen mir meine Eltern vorschreiben, wie mein Freund zu sein hat? Kann ich noch Feministin sein, auch wenn ich den Abwasch öfter erledige als mein Lebenspartner? An welchen Punkten haben meine Probleme überhaupt noch etwas mit der Herkunft meiner Eltern oder Großeltern zu tun? Was macht meine Identität wirklich aus? Klar ist eigentlich nur: Eine endgültige Definition von Identität kann es nicht geben, denn alles ist dauernd im Prozess – bitmemiş, not finished yet. Allen Aussagen liegen reale Interviews zugrunde.

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Mitwirkende

Sprecher
Sandra Bezler
Lilay Huser
Sema Poyraz
Siir Eloglu
Silvia Munzón López
Kerstin Kramer


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 2019

Erstsendung: 01.09.2019 | WDR 3 | 53'24


Darstellung: