ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Kathrin Röggla

Verfahren. Eine audiophone Gerichtsbeschwörung


Technische Realisierung: Jürgen Glosemeyer


Regie: Hannah Georgi

„Ein Traumspiel von der Verwandlung der Träume vom Gericht in Albträume“, heißt es am Anfang des Hörspiels. Der Prozess um die NSU-Morde dauerte über fünf Jahre, doch aufgeklärt wurde längst nicht alles, was fragwürdig erschien. Für viele ist er deshalb ganz und gar nicht abgeschlossen. Auch in diesem Hörspiel ist die Gerichtsverhandlung längst vorbei, geht aber doch geisterhaft immer weiter: Stimmen von Richtern, Staatsanwälten, Verteidigern, Zeugen haben sich in den Mikrofonen des Verhandlungssaals verfangen und können nicht entkommen. Immer wieder eröffnet das Hohe Gericht einen neuen Verhandlungstag, wird ein weiterer Zeuge aufgerufen, beharken sich die alten und die neuen Verteidiger, wird über den Gegenstand dieses Prozesses gestritten. Eine Instanz unter Wiederholungszwang.

Kathrin Röggla, geboren 1971, österreichische Autorin. Sie schreibt Prosa, Theatertexte, Essays. Vizepräsidentin der Akademie der Künste in Berlin. Theaterstücke unter anderem: „die beteiligten“ (2009), „worst case“ (2010, Nestroy-Theaterpreis). Hörspiele u.a.: „really ground zero – anweisungen zum 11. september“ (BR 2002, Radio-Preis der RIAS Berlin-Kommission 2003), „die alarmbereiten“ (BR 2009, Hörspiel des Monats August), zuletzt: „Geschäftsführersitzung“ (BR 2019).

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Mitwirkende

Sprecher
Graham F. Valentine
Meriam Abbas
Astrid Meyerfeldt
Fabian Hinrichs
Jan Krauter
Victoria von Trauttmansdorff
Serkan Kaya


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Bayerischer Rundfunk / Westdeutscher Rundfunk 2020

Erstsendung: 07.2020 | 52'55


Darstellung: