ARD-Hörspieldatenbank


Hörspiel



Raymond Cousse

Betrachtungen eines Schweins


Übersetzung: Rita Lutrand

Bearbeitung (Wort): Walter Adler

Regie: Walter Adler

Dem Hörer teilen sich die Reflexionen eines Mastschweines mit, das kurz vor dem Schlachten steht und die Erfüllung seines Schweinelebens darin sieht, den Konsumenten zufriedenzustellen, nur bedacht auf die Qualität seiner Schinken. Unversehens entwickelt sich eine bissige gesellschaftliche Parabel über die Vereinzelung des Individuums, über die Hierarchie im Schweineleben, über Abhängigkeit von oben und Druck nach unten, über Sinn und Nicht-sinn der Schweine-Existenz. Am Schluß bleibt nur noch die Frage, ob der Ich-Erzähler, das Schwein, sein Glück in einem individuellen Tod von der Hand des Metzgers findet oder durch das industrielle Schlachten, das fortgeschrittenste Verfahren in der Technologie des Sterbens. Raymond Cousse, 1942 geboren, schrieb diesen absurdphilosophischen Traktat nachträglich für die Bühne um. Diese Bühnenfassung erlebte im Oktober 1980 im Théatre Lucernaire in Paris ihre Uraufführung. Raymond Cousse selbst war der Hauptdarsteller. Über ihn, der seit 1968 als freier Schriftsteller in der Nähe von Paris lebt, sagt Samuel Beckett: "Ein Autor von einem ganz persönlichen und, meiner bescheidenen Meinung nach, unzweifelhaften Talent".

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Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Süddeutscher Rundfunk 1981


Erstsendung: 25.06.1981 | 56'25


Darstellung: