ARD-Hörspieldatenbank


Hörspiel



Gert Loschütz

Ballade vom Tag, der nicht vorüber ist


Regie: Norbert Schaeffer

Ein ganz bestimmter, einziger Tag scheint geradezu schicksalhaft das Leben des Mannes zu bestimmen, der in Gert Loschütz' neuem Hörspiel seine Erinnerungen gleichzeitig zu beschwören und loszuwerden versucht. Dieser Tag, an dem vor nun dreißig Jahren der Mann als Kind zusammen mit seiner Mutter die Heimat in der DDR verließ und in den Westen floh, markiert eine tiefgreifende, bis in die Gegenwart unheilbar gebliebene Verletzung im Leben des Protagonisten. Seit diesem Tag scheint er keinem Ort, keiner Zeit und vor allem keinem Menschen mehr zu vertrauen und kein anderes als ein rückwärtsgewandtes Leben führen zu können. Denn selbst "in einer Welt voller Flucht" wird die mit einer Flucht einhergehende Entwurzelung wohl immer ihre Spuren hinterlassen.

Gert Loschütz, 1946 in Genthin geboren, lebt in der Nähe von Frankfurt. Er schrieb Hörspiele und Drehbücher zu Filmen, Gedichte, Erzählungen und Theaterstücke. 1985 erhielt Loschütz für seine Erzählung "Das erleuchtete Fenster" den "Georg­Mackensen­Literaturpreis", 1987 den "Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg" für die Erzählung "Das Pfennigmal". In der Sendereihe des SDR "Hörspiele für Kinder von acht bis achtzig" wurden fünf seiner Stücke realisiert: "Anika auf dem Flugplatz" (1975), "Johannes, der Seefahrer" (1976), "Das sprechende Bild" (1979), "Ludwigs Meise" (1981) und "Tom Courteys Zirkuswelt" (1986).

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Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Süddeutscher Rundfunk / Norddeutscher Rundfunk / Westdeutscher Rundfunk 1988


Erstsendung: 19.05.1988 | 53'30


AUSZEICHNUNGEN

Hörspiel des Monats Mai 1988
Ernst-Reuter-Preis 1988


Darstellung: