ARD-Hörspieldatenbank


Feature



Michael Schulte

Das Leben des Karl Valentin (3. Teil)

Eine klingende Biographie in 14 Teilen


Regie: Matthias Thalheim

Die Couplets, die am Anfang von Valentins Bühnenkarriere standen, sind stark von seinem Vorbild Karl Maxstadt beeinflußt, einem hochdotierten Vortragskünstler von großer Popularität. Die literarische Qualität seiner Couplets war weniger bedeutend. Wo lagen - so fragt man sich - dann die Vorbilder für Valentin? Es gibt keine. Valentins Wurzeln sind nicht in der Literatur zu suchen, sondern im Kleinbürgertum der Münchner Vorstadt Au oder in seiner Fähigkeit, die Tragik und Komik des Kleinbürgertums zu sehen und darzustellen. Einerseits war Valentin alles andere als ein Vertreter weiß-blauer Hofbräugaudi, andererseits muß man dem Kunsthistoriker Wilhelm Hausenstein recht geben, wenn er sagt: "Er wäre in keiner anderen Stadt möglich geworden. Die soziologischen Typen, die Valentin auf der Bühne geprägt hat, waren zum größten Teil überaus münchnerischen Wesens, und zwar meistens im kleinbürgerlichen Stil, da das eigentlich Proletarische in München ja längst nicht dermaßen zu Hause war wie in den Industriegebieten". Die 3. Folge enthält die Szenen "Valentin singt und lacht selbst dazu" (1928), "Theaterbesuch " (1940) und "Die Loreley" (1941).

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Mitwirkende

Sprecher
Walter Schmidinger
Gerd Anthoff
Peter Fricke


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Mitteldeutscher Rundfunk 1995


Erstsendung: 25.10.1995 | 28'34


Darstellung: