ARD-Hörspieldatenbank


Feature



Michael Schulte

Das Leben des Karl Valentin (7. Teil)

Eine klingende Biographie in 14 Teilen


Regie: Matthias Thalheim

Die Tatsache, daß Valentin von den "Drei-Quartl-Privatiers" gleichermaßen geschätzt wurde wie von den Intellektuellen, Studenten und so unterschiedlichen Autoren wie Thomas Mann, Bert Brecht und Hermann Hesse, zeigt, daß er ebenso zu den Volkssängern gehörte wie er sich von ihnen entfernt hatte. So zahlreich seine Äußerungen über den Zweiten Weltkrieg sind, so spärlich sind sie über den Ersten Weltkrieg. Er verfaßte zwar 1914 - Valentin wurde wegen seines Asthmaleidens ausgemustert - eine 'Kriegsmoritat' und wenig später ein 'Kriegsschadahüpferl', hat diese Arbeiten aber - wohl aus gutem Grunde - später vernichtet. Valentin in einer autobiographischen Skizze: "Vierzehn Tage nach Ausbruch des Krieges durfte, um den in der Heimat weilenden Artisten, Schauspielern usw. Verdienstmöglichkeiten zu geben, wieder gespielt werden, mit der Bedingung, zeitgemäße Darbietungen zu bringen. Jeder Theaterdirektor empfahl, vaterländische, patriotische Darbietungen zu bringen. Auch ich mußte, obwohl es eigentlich von mir als Blödsinn-Interpret niemand gewohnt war, auch ernste Sachen bringen, so unter anderem eine Kriegsmoritat. Der Erfolg war groß, und zwei Monate sang ich als Komiker traurige, ernste Vorträge". Die 7. Folge enthält die O-Töne: "Am Heuboden" (1939), "Der neue Buchhalter" (1938), "Der Diebstahl" (1928), "Der Zufall" (1928).

A
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Mitwirkende

Sprecher
Walter Schmidinger
Joseph Bierbichler
Wolf Euba
Peter Fricke


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Mitteldeutscher Rundfunk 1995


Erstsendung: 01.11.1995 | 27'49


Darstellung: