ARD-Hörspieldatenbank


Feature



Michael Schulte

Das Leben des Karl Valentin (13. Teil)

Eine klingende Biographie in 14 Teilen


Regie: Matthias Thalheim

Im Hause Färbergraben 33 eröffnete Valentin in München im Juni 1939 erneut eine Spielstätte nach seinem Gustus - die "Ritterspelunke". Im November stand die Uraufführung des "Ritter Unkenstein", Valentins letzter Komödie, auf dem Spielplan. Seine Partnerin war damals nicht Liesl Karlstadt, sondern Annemarie Fischer, eine hübsche Soubrette. Valentin verliebte sich in das 35 Jahre jüngere Mädchen, das bald seine Geliebte wurde, was Liesl Karlstadt nicht verborgen blieb. Sie zog ihre Konsequenzen und trat erst kurz vor Valentins Tod wieder zusammen mit ihm auf. Als Valentin im Februar 1940 von der Stadt München aufgefordert wurde, seinen Bühnenfundus für einen Luftschutzkeller zu räumen, packte ihn grenzenlose Wut. Er verkaufte und verschenkte über hundert Kostüme und zerhackte seine Requisiten zu Brennholz. Nach einem letzten Gastspiel im Deutschen Theater zog er sich in sein Haus in München-Planegg zurück. Übrigens scheiterte auch sein Plan, seine umfangreiche Sammlung Altmünchner Stadtansichten an den ihm gewogenen Hitler zu verkaufen. Das Geschäft, das über den Photographen Heinrich Hoffmann laufen sollte - dort waren sich Valentin und Hitler persönlich begegnet - kam nicht zustande, da Hitler die Bedingung stellte, daß Valentin den Erlös des Verkaufs nicht für einen seiner Filme verwenden dürfe. In Folge 13 enthaltene O-Töne: "Die alten Rittersleut" (Ausschnitt, ca. 1944/45), Interview mit Annemarie Fischer vom 07.02.1988, "Semmelnknödeln" (1940), "Im Zoologischen Garten" (1937) und "Geht in die Wälder und holt Holz" (1946).

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Mitwirkende

Sprecher
Walter Schmidinger
Joseph Bierbichler
Peter Fricke


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Mitteldeutscher Rundfunk 1995


Erstsendung: 09.11.1995 | 29'40


Darstellung: