ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Sebastian Goy

Bettinas Stimme


Regie: Ulrich Gerhardt

Die Schauspielerin Bettina hat eine Begabung, die ihre Regisseurin zunächst mehr verwirrt als beeindruckt: der Umfang ihrer Stimme entspricht, so erklärt es Bettina, dem Umfang ihrer Familie, und diese Familie ist groß. Ihre Ohren, ihr Kehlkopf und ihre Stimmbänder haben Sprache und Stimme einer weitverzweigten Verwandtschaft gespeichert und statt - wie bei einem Vorsprechen üblich - die Rollen eines Dramas zu rezitieren, entfaltet Bettina ein Tableau ganz anderer Art. Sie erzählt mit der Stimme des Großvaters dessen Leben als Frauenheld und mit der des Vaters schildert sie seine Versuche, sich auf zwei Frauen zu beschränken. Die Mütter, Großmütter, Tanten und Töchter mit ihren heimlichen und öffentlichen Affären gehören ebenfalls zu Bettinas Repertoire. Die Regisseurin, zunächst unwillig, läßt sich schließlich entführen in die Liebes- und Leidensgeschichten eines typisch Goy'schen Familienszenarios.

Sebastian Goy, geboren 1943 in Stuttgart, war zunächst Lehrer, lebt als freier Schriftsteller in Diessen am Ammersee. Er schrieb ein Kinderbuch, Theaterstücke und mehr als sechzig Hörspiele u.a. "Ein vermaledeit klebriger Winter auf dem Schlafzimmerbahnhof der Katja Schoheija" (1984), "Himmel und Hölle" (1990) und "Mich kann ich nirgends erblicken" (1992).

A
A

Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Nana SpierBettina
Anna StipplBettina als Kind
Hannelore HogerRegisseurin
Hildegard SchmahlGroßmutter
Gerd BöckmannGroßvater
Matthias HaaseWeinlaub
Ellen SchulzMagdalena
Friedhelm PtokPapa
Verena von BehrStefanie
Hille DarjesMama
Heinz MeierLehrer
Walter LaugwitzBürgermeister
Gustl HalenkeTante Rosa
Wolfgang HinzeOnkel Eusebius
Sven Christian HabichPfarrer
Derval de FariaHerr Samsek
Regine VergeenSachbearbeiterin


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Südwestfunk / Norddeutscher Rundfunk 1997


Erstsendung: 13.07.1997 | 55'27


Darstellung: