ARD-Hörspieldatenbank


Ars acustica



Josephine Truman

Cell Songs - Zellgesänge

Deutsche Fassung


Übersetzung: Hans Wolf

Bearbeitung (Wort): Ulrich Gerhardt

Regie: Andrew McLennan; Ulrich Gerhardt

Realisation: Josephine Truman

Kein bewohnter Kontinent bietet ein so geschlossenes Bild wie der australische. Vielleicht liegt es daran, daß er in seiner Geschichte nie in verschiedene Staats-Nationen zerfallen ist und als klassisches Einwanderungsland bereits unter der britischen Krone zu einem multikulturellen Gebilde wurde, das seine inneren Konflikte nicht durch rigide Apartheit befriedete. Vielleicht ist es aber auch so, daß hier, anders als in Europa, nicht jede Epoche zum Totengräber der vorhergehenden wurde, sondern die Geschichte des Kontinents auf eine eigenartig umfassende Weise präsent geblieben ist. Das macht klar, warum es überhaupt möglich ist, in so rhapsodischer Form mit den "Many Voices of Eingana" umzugehen, wie es Josephine Truman hier mit ihrem Geburtsland tut. Dabei ist sie selbst als Sängerin und Didgeridoo-Spielerin neben dem Sänger Phil Minton, dem Gitarristen Fred Frith und vielen anderen zu hören.

Josephine Truman, geboren 1958 in Sidney, wo sie als freie Komponistin und Musikerin arbeitet, gastierte auch in Europa mit Konzerten und war 1993/94 Stipendiatin der Stuttgarter Solitude. Für den WDR entstand das Hörstück "Sdreamings" (1991). "Cell Songs" ist in jahrelanger Vorarbeit, u.a. im Studio des Stuttgarter Künstlerhauses, für das Experimentalstudio 'The Listening Room' des australischen Rundfunks entstanden.

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Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Südwestfunk / ABC Radio National 1997

57'12


Darstellung: