ARD-Hörspieldatenbank


Essay



Martin Zeyn

50 Jahre Hörspiel im BR (2. Teil: 1954-1958)


Regie: Bernhard Jugel

Die zweite von zehn Folgen beschäftigt sich mit einem Zeitraum, in dem das literarische Hörspiel eine große Blüte entfaltete. Im Programm des Bayerischen Rundfunks finden sich viele Namen, die exemplarisch für die Literatur jener Jahre stehen: Günter Eich, Max Frisch und Wolfgang Hildesheimer, um nur einige zu nennen. Zweimal erhielt eine BR-Produktion den Hörspielpreis der Kriegsblinden, Friedrich Dürrenmatts 'Die Panne' und Ingeborg Bachmanns 'Der gute Gott von Manhattan'. Frei von jedem Bild sollte das Hörspiel Räume für die Imagination eröffnen und mit symbolischen Untertönen allgemein-menschliche Fragestellungen aufwerfen. Doch vielen Autoren war das zu wenig. Sie wollten konkret auf die gesellschaftliche und politische Situation eingehen. Zum Beispiel Wolfgang Weyrauch, der in 'Die Japanischen Fischer' die Geschichte von Seeleuten nachzeichnet, die beim Fischfang in die radioaktive Wolke nach einem Atomtest geraten. Oder Friedrich Dürrenmatt, der im Science-Fiction-Hörspiel 'Das Unternehmen der Wega' mit jeglichem Streben nach militärischer Überlegenheit abrechnet. Darüber hinaus war 1954 das Geburtsjahr einer langjährigen, sehr erfolgreichen Serie: 'Der Komödienstadl'. Außerdem reüssierte ein "junger Freisinger Student" mit 'Die Bulldogbraut': Georg Lohmeier, dessen 'Königlich Bayerisches Amtsgericht' ihn weiten Kreisen bekannt gemacht hat.

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Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Bayerischer Rundfunk 1998


Erstsendung: 15.02.1999 | 53'55


Darstellung: