ARD-Hörspieldatenbank


Hörspiel



Günter Eich

Blick auf Venedig


Komposition: Johannes Aschenbrenner

Regie: Fritz Schröder-Jahn

Ist die Welt der Blinden wirklich ärmer als die der Sehenden? Oder hat sie ihre eigenen Werte, von denen wir nichts wissen? Mit diesen GFragen beschäftigt sich der Autor in seinem Hörspiel. Emilio, Benedetto und Gaspara sind drei Blinde in Venedig. Obwohl sie die Schönheit dieser Stadt nicht sehen können, haben sie doch eine bestimmte Vorstellung, die sich aus den Klängen und Gerüchen zusammensetzt, die ihnen der Wind von den Lagunen zuträgt. Ihr Venedig ist ein anderes als das der Sehenden, und sie überlegen ernsthaft, ob sie das Bild der Stadt, so wie es sich ihnen darbietet, nicht auch den vielen Fremden vermitteln sollten. Zu diesem Zweck versuchen sie sogar, eine Sprache der Blinden zu erfinden. Doch alle Spekulationen fallen in sich zusammen, als Emilio nach einer Operation wieder sehen kann. Von diesem Augenblick an fühlt er sich fremd in der Gemeinschaft der Blinden, weil er sich ihren Lebensinhalt nicht mehr zu eigen machen kann. Es gibt keinen Weg zurück. (Ankündigung in der Hörzu)

A
A

Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Norddeutscher Rundfunk 1960


Erstsendung: 27.04.1960 | 67'15


Darstellung: