ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel, Kinderhörspiel



Uwe Storjohann

"Er schlug die Trommel auf und nieder"

Szenen aus Heinrich Heines Düsseldorfer Kindheit


Dramaturgie: Jörgpeter Ahlers

Regie: Uwe Storjohann

1820 kehrte Heinrich (Harry) Heine als Erwachsener nach Düsseldorf zurück. Die Stadt seiner Kindheit ist ihm fremd geworden. Statt wie einst die Franzosen geben Preußen den Ton an. Doch plötzlich wird die Vergangenheit wieder lebendig, denn im Hofgarten lagern zerlumpte Grenadiere der Armee Napoleons: Spätheimkehrer russischer Gefangenschaft. Unter ihnen ist ein Invalide, der eine zerschlissene Trommel schlägt. Als Heine den dumpfen Rhythmus hört, steigen in ihm Erinnerungen auf. - Erinnerungen an den stolzen Tambour Le Grand, Einzug in die Stadt, an die Kinderspiele mit der Schwester Charlotte, an den Vater Samson, an die Mutter Betty, die von einer glänzenden Karriere Harrys als kaiserlicher Marschall, Gouverneur oder Vizekönig träumt, an die "Arche Noä" seines Onkels Simon, wo er dem geheimnisvollen "Morgenländer" begegnet, an die ersten selbst gereimten Verse, aber auch an Spott und Demütigungen, die ihm, dem "Judenjungen", nicht erspart blieben. In Gedichten, die in das Hörspiel eingefügt sind, lebt Heines Kindheit weiter.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Rolf BeckerHeinrich Heine als Erzähler und Vorleser
Dominique AlexandruHarry Heine
Douglas WelbatSamson Heine, sein Vater
Katja BrüggerBetty Heine, seine Mutter
Kristin Pollex
Peter FrankeOnkel Simon
Gernot EndemannLe Grand, Tambour Napoleon Bonapartes und "der Morgenländer"
Klaus DittmannDer Kurfürst
Uli PleßmannPater Dickerscheit
Danny HennemannWilhelm, Harrys Schulfreund
Ingeborg KallweitFriseurin
Alain de Baets
Henri MoncombleZwei französische Grenadiere
Rolf PetersDreckmichel
Uwe StorjohannSchneider Kilian
Muhammed Akdeniz1. Junge
Jakob Lüppen2. Junge
Tayfun Guttstadt3. Junge


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Norddeutscher Rundfunk 2001


Erstsendung: 16.09.2001 | 45'43


CD-Edition: Deutsche Grammophon 2006


Darstellung: