ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Michael Farin

Amokkopf


Komposition: Kalle Laar, Georg Zeitblom

Dramaturgie: Manfred Hess

Regie: Bernhard Jugel

"'Amok' kommt von malaiisch amoku und bedeutet 'rasend, wütend' - der Amoklauf gilt als eine aus dem Nichts heraus entstehende Gewalt, bei der der Täter urplötzlich mit wahllosem Töten beginnt und meist im Feuerhagel der Polizei oder durch Selbstmord endet. Es hätten jedermanns Gründe und Motive sein können: Geldnot, Konflikte am Arbeitsplatz, Liebeskummer. Das Hörspiel 'Amokkopf' erzählt von solchen Situationen, von Menschen, in denen sich Hass aufgestaut hat und die ihn in Monologen herauspressen, Menschen, die 'kurz davor' sind. Aber auch Colin Ferguson kommt zu Wort: Er, ein Schwarzer, ist 1993 während einer U-Bahn-Fahrt Amok gelaufen. Er steht nun vor Gericht und verteidigt sich selbst. Als Angeklagter und Verteidiger stehen seine Opfer im Kreuzfeuer ihm gegenüber, müssen seine Fragen beantworten. War es nicht doch ein anderer? Dazwischen: Erinnerungen an Amokläufe aus der Sicht der Opfer, aus der Sicht der Augenzeugen, aus der Sicht der Familienangehörigen, Freunde und Bekannten - sowie Erklärungsversuche von Sachverständigen. 'Amokkopf' - bis dass die Sinne schwinden." (Michael Farin)

Michael Farin, geboren 1953, lebt in München. Er ist tätig als Verleger (belleville Verlag), Drehbuchautor ( z.B. "Der Totmacher" mit Götz George) und Ausstellungsmacher; er schreibt Essays zu Literatur und Film; last but not least ist er Hörspielautor und -bearbeiter.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Axel MilbergCollin Fergusson
Sophie von KesselFrau 1
Christiane RossbachFrau 2
Timo DierkesMann 1
Tobias LelleMann 2
Peter VeitMechanical Potpourri


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Hessischer Rundfunk 2001


Erstsendung: 02.05.2001 | 41'06


REZENSIONEN

Frank Olbert: In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 02.05.2001. S. 69. | Götz Schmedes: In: Funk-Korrespondenz. 49. Jahrgang. Nr. 18. 04.05.2001. S. 26. | Renate Stinn: In: epd Medien. Nr. 38. 16.05.2001. S. 25.


Darstellung: