ARD-Hörspieldatenbank


Hörspiel



Helmut Kajzar

Das Ende eines Halbschweins


Übersetzung: Peter Lachmann

Regie: Helmut Kajzar

Eine ungewöhnliche Perspektive: Die innere Stimme eines geschlachteten Schweins, dessen Körper in seine nutzbringenden Bestandteile zerlegt wird, berichtet über das banal-grausige Geschehen und wird dabei zunehmend klarer und versöhnlicher. Diese Verwandlung in umgekehrter Richtung ist ein "Monodram für zwei widersprüchliche innere Stimmen": Der entsetzte Schweinekörper verwandelt sich in illusionsloses Bewußtsein, das lebendige Schwein in seinen eigenen, von einem jugendlichen Beobachter fixierten Mythos. "Ja, es könnte gut sein, dass wir die Bedeutung des Todes überbewerten. Es gab gar keine Schwelle. Der Verlust der einzelnen Organe erst bringt Klarheit, sagt die Stimme des geschlachteten Schweins, und es klingt wie ein verfremdetes Hegel-Zitat vom geblendeten Ödipus, der sehend wurde." (Peter Lachmann)

Helmut Kajzar, als Dramatiker und Regisseur einer der resolutesten Neuerer im modernen polnischen Theater, orientierte sich nach eigenen Aussagen zunächst an Brecht und Beckett sowie an den polnischen Autoren Rózewicz und Gombrowicz. Auf der Suche nach dem Konkreten habe er sich dann vom "Mythos der60er Jahre" abgewendet.

A
A

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1976

35'00


In keiner ARD-Rundfunkanstalt verfügbar


Darstellung: