ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Cesare Pavese

Das Handwerk des Lebens (2. Teil: 1939-1950)


Vorlage: Il mestiere di vivere (Literarisches Tagebuch)

Sprache der Vorlage: italienisch

Übersetzung: Maja Pflug

Bearbeitung (Wort): Michael Farin

Komposition: Cathy Milliken

Bearbeitung (Musik): Helmut Becker, André Bouchareb

Dramaturgie: Manfred Hess

Regie: Christiane Ohaus

"Es ist die Geschichte eines Mannes, dem es äußerst schwer fiel zu leben, und seines Kampfes, einen Platz im Leben zu finden, oder sterben zu können, damit er genug zu leben und genug zu sagen habe." Das literarische Tagebuch als eine Form der existenziellen Vergewisserung: Cesare Pavese hat von 1935, der Zeit seiner Verbannung im Faschismus, bis 1950 sein "Handwerk des Lebens" verfasst. Er sei "kein Mensch für eine Biographie", notierte er einmal. Untrennbar verbunden waren für ihn Leben und Schreiben, das Werk lange Zeit einziger Gradmesser. Sein Tagebuch spricht aber auch eine andere Sprache. Es ist eine Zwiesprache, denn es gibt den Stimmen in ihm Worte und legt als gestrenges Arbeitsjournal schonungslos offen, was ihn im Innersten bewegt: So ist es Entwurf einer eigenen Poetik ebenso wie präziser Bericht eines Weges in selbstverfügte Isolation und Tod. Sein Dialog mit sich selbst kehrt dabei immer wieder zurück zum unversöhnlichen Gegensatz zwischen der Wirklichkeit der Literatur und der Wirklichkeit des Lebens - insbesonder e, wenn diese Wirklichkeiten im Gewand der Liebe, der Frau erscheinen. "Keinem fehlt je ein guter Grund sich zu töten."

Cesare Pavese (1908-1950), in Santo Stefano Belbo geboren, gilt als wichtigster Erneuerer der modernen italienischen Literatur. Auf dem Höhepunkt seines Erfolges beging er am 27. August 1950 in Turin Selbstmord.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Sylvester GrothCesare Pavese

Musiker: Cathy Milliken (Singstimme), Susan Knight (Viola), Heinz Huber (Akkordeon), Christopher Brand (Gitarre; Bass)

 


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Hessischer Rundfunk / Radio Bremen 2003


Erstsendung: 10.12.2003 | 49'38


REZENSIONEN

Waldemar Schmid: Funk-Korrespondenz. 51. Jahrgang. Nr. 51. 19.12.2003. S. 26.


Darstellung: