ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Gert Hofmann

Autorengespräch


Regie: Otto Düben

Das jüngste Hörspiel von Gert Hofmann ist ein satirischer Spaß voller boshaften Witzes. Darin wird die Geschäftemacherei mit dem Geist bespöttelt und nicht ganz nebenbei ein Licht auf die Machenschaften im literarischen Betrieb geworfen. Großverleger und Verlagsleiter führen ein Gespräch mit ihrem Renommierautor Lindner. Der hat seit drei Jahren nichts veröffentlicht. Auch jetzt zieht er es vor, zu schweigen. Die Herren vom Verlag überarbeiten sich in Versuchen, ihr Paradepferd zu erneuter Produktivität zu bewegen. Als das nichts fruchtet, wird angeregt, Lindner solle doch wenigstens von sich reden machen, mit Diskussionen, provokativen Artikeln, mit einem Skandal. Dann werden dezidiertere Vorschläge gemacht. Lindner schweigt weiterhin. Mehr und mehr decouvrieren die Herren ihre eigenen ausbeuterischen Interessen. Sie weisen ihnen auch einen Weg aus dem Dilemma.

Gert Hofmann, 1931 in Limbach, Sachsen, geboren, trieb geisteswissenschaftliche Studien in Leipzig und Freiburg i. Br.. Seit 1967 ist Hofmann Dozent für Germanistik an der Universität Edinburgh, Schottland. Er schrieb die Bühnenstücke "Der Bürgermeister" (1963), "Der Sohn" (1964) und "Kündigungen" (1969), ferner mehrere Hörspiele, u.a. "Hochzeitsnacht" (1966), "Die Pest in London" (1969) und "Orfila" (1969). Hofmann erhielt 1965 den amerikanischen Harkness Award; 1969 wurde sein Hörspiel "Die Pest in London" mit dem Ersten Preis des Internationalen Hörspiel-Festivals in Prag ausgezeichnet. "Orfila", Hofmanns erste Arbeit für den WDR, wird zur Zeit für eine Fernsehproduktion der BBC umgearbeitet.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Heinz DracheDer Großverleger
Romuald PeknyDer Verlagsleiter


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1970


Erstsendung: 08.09.1970 | 35'59


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