ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Frank Göhre

Berufsbild


Regie: Hein Bruehl

Frank Göhre, geboren 1943 in Tetschen-Bodenbach, ist Buchhändler, war zwischenzeitlich Leiter eines Grafik-Kabinetts, lebt in Bochum/ Ruhrpott. Er veröffentlichte Lyrik/Texte/Essays im Funk und in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien. 1970 Galerie für Druckgrafik. "Anstoß zu dem Hörspiel 'Berufsbild' gaben die Lehrlingsprozesse um den Religionslehrer Rolf Freitag/Essen. 'Unsere Chancen sind gut.' (Rolf Freitag, UZ-Interview vom 05.03.1970). Das Hörspiel 'Berufsbild' soll aufzeigen, dass die Chancen so gut nicht sind. Als Beispiel wurde Helmut K. gewählt. In 10 Szenen wird der unaufhaltsame Abstieg des Lehrlings Helmut K. dargestellt. Helmut K. geht mit viel Idealismus in die Lehre. Er weiß zwar: Lehrjahre sind keine Herrenjahre - aber trotzdem: Irgendwie wird er es schon schaffen. Helmut K. lernt, was tausend andere Lehrlinge auch lernen: Papierkörbe leeren, Kaffee kochen, Bier holen, Lokus reinigen ... usw. Ziemlich schnell hat Helmut K. die Schnauze voll. Seine aufgestauten Aggressionen reagiert er im Kino ab. Die Zeit der Lehrlingsdemonstrationen kommt. Helmut K.- wird aktiv. Helmut K. hat endgültig genug. Er kündigt." (F. Göhre) Das Stück wurde zusammen mit Lehrlingen erarbeitet. Ihre Anmerkungen, Vorschläge und Diskussionsbeiträge wurden in die Handlung eingeflochten; sie zielen auf die Frage, was zu tun sei, damit Lehrlinge wie Helmut K. nicht vereinsamen, ihre Probleme verheimlichen, resignieren. Modelle wurden entwickelt und diskutiert. Die schon im Vorstadium dieses Stücks beteiligten Lehrlinge sollen an der Studio-Produktion teilnehmen und anschießend im größeren Kreis diskutieren.

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Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1971


Erstsendung: 25.03.1971 | 34'13


Darstellung: