ARD-Hörspieldatenbank


Lesung, Gespräch



George Tabori

Autodafé


Vorlage: Autodafé (Autobiographie)

Sprache der Vorlage: amerikanisch

Übersetzung: Ursula Grützmacher-Tabori

Regie: Jörg Jannings

"Alma von Olmütz war knusprig und, der Alliteration halber klein und kiebig und nannte, von der Hüfte abwärts, extrem krumme Beine ihr eigen, dafür geschaffen, eine große Anzahl männlicher Einwohner besagten Reiches zu umklammern. Im modernen Sprachgebrauch würde man sie, ich zögere es zu sagen, sexbesessen nennen. Sie wohnte mit uns in einer Kammer, die vom vorderen Korridor abging. Morgens wusch sie mich, zog mich an und sang dabei unmelodisch das Lied 'Komm in meine Liebeslaube', dessen Bedeutung mir jahrelang verborgen blieb." George Taboris gelesene und erzählte Erinnerungen an seine Familie bis 1945 sind voller Schalk und Sentiment, schildern aber auch nüchtern die sich ankündigende bedrohliche Zeit.

George Tabori, geboren am 24. Mai 1914 in Budapest, ist Dramatiker und Regisseur, bekannt durch seine innovative Theaterarbeit und durch viele Hörspiele. Er erhielt 1992 den Georg-Büchner-Preis. "Autodafé" ist auch als CD und als Textbuch erschienen.

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Mitwirkende

Gesprächsleiter: Jörg Jannings

Gesprächspartner: George Tabori

 


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Deutschlandradio 2002


Erstsendung: 18.05.2003 | 66'28


CD-Edition: Wagenbach 2003


Darstellung: