ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Anonyma, Wladimir Gelfand

Berlin 45 - Die Tagebücher der Anonyma und des Rotarmisten Wladimir Gelfand


Sprache der Vorlage: russisch

Übersetzung: Anja Lutter, Hartmut Schröder

Bearbeitung (Wort): Ulrich Lampen

Komposition: Michael Riessler

Regie: Ulrich Lampen

Mai 1945: Berlin wird fallen; der Krieg wird zu Ende gehen. Zwei Menschen berichten in ihren Tagebüchern über die Zeit kurz vor, während und nach der Kapitulation. Während der Rotarmist Wladimir Gelfand mit einer der ersten in Berlin einmarschierenden Divisionen, von Osten kommend, auf die Stadt zurückt, erlebt Anonyma auf der Seite der Besiegten das Kriegsende in Kellern und unterschiedlichen Wohnungen. Ihre sich gegenseitig ergänzenden Berichte werden ständig von den Ereignissen überrollt und behaupten sich dennoch als Splitter dieser Zeit. Warum stoßen diese Texte erst fast 60 Jahre nach ihrem Entstehen auf so großes öffentliches Interesse? Im Kontext der Zeitzeugen sollen in diesem Hörspiel die Zeugen der Textgenese hierüber Auskunft geben.

Anonyma verfasste ihre Aufzeichnungen in der Zeit vom 20. April bis zum 22. Juni 1945. Die inzwischen verstorbene Autorin wünschte, anonym zu bleiben.

Wladimir Gelfand (1923-1983), aufgewachsen als Jude in der Ukraine, berichtet in seinen Tagebüchern als Beobachter und Mittäter in einer Person.

Katharina Döbler ist Publizistin und Kritikerin.

Elke Scherstjanoi arbeitet als Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin.

Wolfgang Hörner ist Leiter des Eichborn-Verlages in Berlin.

Wolfram Wette ist Professor für Neueste Geschichte der Universität Freiburg.

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Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Südwestrundfunk 2005


Erstsendung: 08.05.2005 | 94'02


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