ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Urs Widmer

Das Machthorn


Komposition: Peter Zwetkoff

Regie: Urs Widmer

Ob in orientalischen Despotien oder modernen Machtzentren: Der Nimbus der jeweils Herrschenden setzt Distanz, so populär sich ihre Vertreter auch geben. Ein geräumiger Palast im Nirgendwo ist Schauplatz der Radio-Parabel von Urs Widmer, die mit Mitteln der Groteske eine Art Anatomie von archetypischen Machtverhältnissen vorführt. Eine Groteske, bei der das Lachen im Halse stecken bleibt, sobald ihr vielfacher Wirklichkeitsbezug in Geschichte und Gegenwart erkennbar wird. Die auf lehrreiche Weise beklemmende Vorstellung einer Welt, in der Fortschritt, Emanzipation und Veränderung nicht vorgesehen sind und in der auch Palastrevolutionen an der Welt nichts mehr bewegen.

Urs Widmer, geboren 1938 in Basel, studierte Germanistik, Geschichte und Romanistik, war bis 1968 Lektor bei Suhrkamp und arbeitet seitdem als freier Schriftsteller, heute in Zürich. Er erhielt verschiedene Dozenturen und Preise. Seit 1968 veröffentlichte er zahlreiche Prosabände, Theaterstücke, Essays und Übersetzungen. Seine Hörspiele wurden u.a. mit dem Karl-Sczuka-Preis (den er 1974 gemeinsam mit Peter Zwetkoff erhielt) und dem Hörspielpreis der Kriegsblinden (1976) ausgezeichnet.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Jens WawrczeckDer Sklave
Klaus Henner RussiusDer Mächtige
Matthias HabichDer zweite Mächtige
Andreas SzerdaDer Gefolterte/Der Besucher
Helmut VogelDer Folterer
Rosemarie FendelDie Mutter
Otto SanderDer höchste Geistliche
Klaus BarnerDer Pressesprecher


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Südwestrundfunk / Hessischer Rundfunk 2005


Erstsendung: 28.04.2005 | 62'33


REZENSIONEN

Stefan Fischer: Süddeutsche Zeitung. 28.04.2005. S. 35.


Darstellung: