ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Tom Peuckert

2009


Komposition: Hendrik Meyer

Regie: Leonhard Koppelmann

Ein Spiel mit (apokalyptischen) Zukunftsprognosen: Könnte unsere Gesellschaft im Jahr 2009 so weit sein, die Folter (wieder) für legitim zu erklären? Wäre es denkbar, dass sich in naher Zukunft der innere und äußere Druck auf die Mediendemokratie so weit verschärfen wird, dass - leider, leider - auf dieses Mittel zur Bewältigung gesellschaftlicher Konflikte zurückgegriffen werden muss? Wie könnte so etwas konkret aussehen? In einer modellhaften Anordnung zeigt "2009" das Szenario einer politischen Krise. Vordergründig geht es dabei um die Frage nach der Legitimität von Folter. Im Kern aber um eine Demokratie, der die politisch mündigen Subjekte abhanden gekommen sind - und die deshalb keine Demokratie mehr ist, sondern irgendetwas anderes. Der Auftritt eines Polizeipräsidenten und eines entführten Kindes könnte dabei den Eindruck erwecken, dass Details des Szenarios sich schon vor 2009 eingelöst haben.

Tom Peuckert, geboren 1962 in Leipzig, studierte Theaterwissenschaft und lebt als Autor, Theaterregisseur und Dramaturg in Berlin. Der WDR produzierte zuletzt sein Stück "Luhmann" (2006).

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Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 2007


Erstsendung: 05.12.2007 | 58'50


REZENSIONEN

Jochen Meißner: Funk-Korrespondenz. Nr. 50. 14.12.2007. S. 30.


Darstellung: