ARD-Hörspieldatenbank


Hörspiel



Herbert Timm

Das Komma


Komposition: Anton Schaefers

Regie: Carl Nagel

Wenn einer zwanzig Jahre lang Standesbeamter in einem französischen Provinzstädtchen war, dann ist sein Charakter gefestigt. Sein Tagesablauf ist geregelt, sein Leben verläuft in den Bahnen der Resignation. Ängste, Leidenschaften, Liebe und Versuchungen - all das ist längst in einer winzigen Kammer des Herzens verschlossen, das gleichmütig gegen die linke Brustseite des schwarzen Cuts klopft, der bei besonderen Amtshandlungen getragen wird ... So glaubte es wenigstens Philippe Renard, gewissenhafter Standesbeamter in Ercheu-sur-Marne. Aber ein lächerlicher Zufall wollte es anders. Ein falsch gesetztes Komma treibt ihn hinaus in die Welt der Erschütterungen, der Abenteuer und des Gelächters. Und weil er ein Mensch ist, dessen Pflichtgefühl stärker ist als seine Ellenbogen, darum verstrickt sich Philippe Renard in den Fangarmen einer feindseligen Umwelt, die es vorzieht zu verhöhnen, anstatt zu lieben. In seinem Hörspiel versucht Herbert Timm, den Zwiespalt in der Seele eines solchen Beamten einmal von einer anderen Seite her zu beleuchten, als es gemeinhin üblich ist. Sein groteskes Spiel will über alle Situationskomik hinaus vorstoßen in den Bezirk des Verstehens, der Menschlichkeit.

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Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Radio Bremen 1951


Erstsendung: 16.10.1951 | 37'55


In keiner ARD-Rundfunkanstalt verfügbar


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