ARD-Hörspieldatenbank


Mundarthörspiel



Paul Carstens

Balduin Pötter


Sprache des Hörspiels: niederdeutsch


Bearbeitung (Wort): Walter Arthur Kreye

Regie: Erich Keddy

Der Herr names Balduin Pötter ist ein schrulliger Kauz. Sein Gemütsleben gipfelt in der Pflege seiner ständigen Krankheiten, deren Verlauf er sorgsam in einzelen Aktenvorgängen erfaßt. Sein gegenwärtiges Lebensideal ist der Erwerb eines Aktenschrankes, in dem er die sich häufenden Krankenpapiere endlich einmal stilgerecht unterbringen könnte. Außerdem ist er wider Erwarten verheiratet - ein Umstand, mit dem er herzlich wenig anfangen kann. Seine Frau aber müßte unter die Engel auf Erden gerechnet werden, wenn ihr nicht eines Tages der Geduldsfaden gerissen wäre. Und der Herr namens Balduin Pötter stellt plötzlich fest, daß er seine Medizin nicht mehr verabreicht bekommt, und bemerkt auf diese Weise, daß seine Frau nicht mehr da ist. Angestachelt von Leuten, die es gut mit ihm meinen, regt sich in ihm so etwas wie ein Gewissen. Und als in Hamburg eine unbekannte Frauenleiche aus dem Hafen gezogen wird, macht er sich stöhnend zur Hauptstadt auf, unterzieht sich der Leichenschau und kehrt am Leib und Seele gebrochen nach Hause zurück. Er leidet. Zum erstenmal leidet er wirklich. Und dann kommt die große Überraschung. Sie hinterläßt die Gewißheit, daß der Herr namens Balduin Pötter endlich ein vernünftiger Zeitgenosse werde.

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Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Radio Bremen


Erstsendung: 29.08.1953 | 50'20


In keiner ARD-Rundfunkanstalt verfügbar


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