ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Oskar Panizza

Das Liebeskonzil (1. Teil)


Vorlage: Das Liebeskonzil (Theaterstück)

Komposition: Daniel Dickmeis

Regie: Ulrich Gerhardt

Nachdem Gott von den menschlichen Sünden auf Erden erfahren hat, verhandelt er mit dem Teufel einen Pakt. In diesem hat der Teufel das Recht auf ein prächtiges Portal für die heruntergekommene Hölle, unangemeldete Sprechstunden mit Gott und vor allem die Freiheit, seine Gedanken zu verbreiten. Im Gegenzug solle er jedoch eine grausame Strafe für die Auswüchse auf Erden erfinden. Der Teufel erschafft eine Krankheit, die sich Schritt für Schritt auf der Welt ausbreitet: die Syphilis. Noch im Erscheinungsjahr 1894 musste sich Oskar Panizza wegen des antikatholischen Stückes vor Gericht verantworten und wurde in 99 Fällen der Gotteslästerung für schuldig befunden und zu einem Jahr Freiheitsentzug verurteilt. Daraufhin fand Das Liebeskonzil kaum Verbreitung. Erst 1913 erschien eine auf 50 Exemplare limitierte Privatausgabe für die "Gesellschaft der Münchner Bibliophilen". Doch an eine uneingeschränkte Verbreitung war auch nach der Aufhebung der Zensur nicht zu denken, da sich Panizzas Familie weigerte, die Urheberrechte für Neuauflagen freizugeben. Das Hörspiel beruht auf der ungekürzten Textfassung. /

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Mitwirkende

Sprecher
Ravael Jové
Josef Ostendorf
Peter Simonischek
Graham F. Valentine


 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Bayerischer Rundfunk


Erstsendung: 04.07.2014 | 68'47


Darstellung: