ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Oskar Panizza

Das Liebeskonzil (2. Teil)


Vorlage: Das Liebeskonzil (Theaterstück)

Komposition: Daniel Dickmeis

Regie: Ulrich Gerhardt

"Ob wir noch immer ins Gefängnis kommen, wie der Autor Oskar Panizza im Deutschen Kaiserreich, wenn wir uns mit diesem gotteslästerlichen Stück beschäftigen? Heute ist man sich weitgehend darin einig, dass der Justizskandal den der angeblichen Gotteslästerung übertraf. Panizza musste für ein Jahr ins Gefängnis und war danach erledigt. Sein Stück konnte erst über 60 Jahre nach Erscheinen aufgeführt werden. Wir besitzen im Liebeskonzil nach wie vor ein hinreißendes, sprachgewaltiges und modernes Stück, das mit Witz und tieferer Bedeutung einen amüsierten Blick auf das himmlische und höllische Personal, den höchst irdischen und gewalttätigen Renaissancepapst Alexander VI. Borgia, auf Bigotterie und sexuelle Libertinage gestattet. Natürlich sind wir durch Filme wie Monty Pythons Das Leben des Brian inzwischen abgebrüht und lassen uns keine Tabus mehr verordnen. Aber brisant ist das immer noch. Die Entscheidung für einen Hörtext dieses opulent gedachten Theaterstücks sollte so aussehen, dass die gefühlt achtzig Personen nicht tatsächlich auftreten, sondern dass wir uns an den Texten der Rollen, einschließlich der literarisch verfassten Regieanweisungen, auf literarische Weise erfreuen. In Folge dieser Absicht hören wir das Stück wortgetreu und vollständig als inszenierte Lesung mit angedeutetem Rollenverständnis von vier Stimmen." 

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Mitwirkende

 


Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Bayerischer Rundfunk


Erstsendung: 11.07.2014 | 75'07


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