ARD-Hörspieldatenbank


Originalhörspiel



Alfred Behrens

Audiobiografie


Regie: Alfred Behrens

Audiobiografie als Autobiografie: Wenn ein literatur- und kunstinteressierter, engagierter Siebzigjähriger auf sein Leben zurückblickt, sieht er es von den Spuren der Medienrevolution gezeichnet, die einsetzte, als er jung war, zugleich mit der alles verändernden Popkultur. Beschwörende Blicke auf die Bevölkerung des Gedächtnisses, Schatten eines unvergessenen Aufbruchs - und um sie herum der überquellende Bodensatz der Zitat- Schnipsel: aus Büchern und Songs, Filmen, Fotografien und Zeitungsartikeln, aus Fernsehberichten und Radiosendungen. Ein inneres Depot voller Stimmen und Bilder: halb Archiv und halb Sammelsurium, mit ungültigen Adressen und den Number-One-Hits von einst als dokumentierten Zäsuren. Wird das Erinnern zwangsläufig multimedial - weil schon das Leben zum Speicher tendierte, der immerzu überlief? Und wie erzählt man das dann im Zeitalter der digitalen Recherche nach der verlorenen Zeit - mit dem Smartphone? Ausgerechnet das steifleinene Memoiren-Genre wird zum Spielfeld eines Experiments, das jedermann offen steht.

Alfred Behrens, 1944 in Hamburg geboren, lebt in Berlin. Er ist Schriftsteller, Regisseur und Hochschullehrer. Autor zahlreicher Hörspiele, zuletzt „Amok Koma“, RBB 2007. Hörspielpreis der Kriegsbilden (1974), Frankfurter Hörspielpreis (1987), Hörspielpreis der Akademie der Künste (1987), Premios Ondas (1994), Günter-Eich-Preis (2007).

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Mitwirkende

Christian Brückner | © MDR/Thekla Harre

Christian Brückner | © MDR/Thekla Harre

Christian Brückner | © MDR/Thekla Harre
Alfred Behrens (l.) mit Techniker Hans-Peter Ruhnert im Hörspielstudio des MDR | © MDR/Thekla Harre
Das Manuskript ist "work in progress". Textpassagen werden gelöscht oder neu zusammengesetzt, akustische Erinnerungen mit neuen Aufnahmen überschrieben. | © MDR/Thekla Harre

Das Manuskript ist "work in progress". Textpassagen werden gelöscht oder neu zusammengesetzt, akustische Erinnerungen mit neuen Aufnahmen überschrieben.
© MDR/Thekla HarreDas Manuskript ist "work in progress". Textpassagen werden gelöscht oder neu zusammengesetzt, akustische Erinnerungen mit neuen Aufnahmen überschrieben.
© MDR/Thekla Harre



PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Mitteldeutscher Rundfunk 2016


Erstsendung: 30.10.2016 | MDR KULTUR | 57'23


REZENSIONEN

Renate Stinn: Soundtrack des Erinnerns. In: epd medien, Nr. 46 vom 11.11.2016, S. 42.


Darstellung: