ARD-Hörspieldatenbank


Hörspielbearbeitung



Francis Ponge

Das Notizbuch vom Kiefernwald


Vorlage: Das Notizbuch vom Kiefernwald

Sprache der Vorlage: französisch

Übersetzung: Peter Handke

Bearbeitung (Wort): Ulrich Lampen

Komposition: Jakob Diehl

Redaktion: Peter Liermann

Dramaturgie: Peter Liermann


Regie: Ulrich Lampen

Francis Ponge, der leidenschaftliche Apologet der Dinge, beschreibt in der Einführung in den Kieselstein sein poetologisches Programm: »Ich sehe nicht ein, weshalb ich nicht anfangen sollte, uneingeschränkt zu zeigen, daß es möglich ist, endlose Abhandlungen über die einfachsten Dinge zu schreiben, die aus ganz neuen, noch ungesagten Erklärungen bestehen würden, weil nämlich, um was es sich auch immer handelt, nicht allein noch nicht alles darüber gesagt worden ist, sondern noch beinahe alles darüber zu sagen bleibt.« Nun also die Kiefer: ihr Holz, ihre Nadeln, ja, ein ganzer Kiefernwald wird mit Ponges sezierendem Blick betrachtet. Es geht darum, »das Ding« mit sprachlichen Mitteln zu erforschen, es »richtig« zu beschreiben, eben das, was ihn erschüttert und bewegt hat, und dabei ist es »unabdingbar«, das Permanente und Prozessuale dieser Bemühungen deutlich zu machen, deshalb die immer neuen Ansätze, die unterschiedlichen Varianten, die nebeneinander stehen und das Unfertige, Nicht-Vollendete betonen. Es geht »um den angemessenen Ausdruck der Vielfalt, der Verschiedenartigkeit, der jeweiligen Andersheit, der Dinge einerseits und in der Begeg-nung mit ihnen seiner eigenen.« [Friedhelm Kemp] »Der Gegenstand ist immer wichtiger, interessanter, ermächtigter: er ist mir gegenüber zu nichts verpflichtet, während ich ihm in jeder Hinsicht verpflichtet bin. […] Niemals versuchen, die Dinge zu arrangieren. Die Dinge und die Poeme sind unversöhnbar.« [Francis Ponge] Das Notizbuch vom Kiefernwald entstand zu Beginn der vierziger Jahre, als Ponge aus Paris fliehen musste und sich im Departement Haute-Loire aufhielt.

Francis Ponge (1899–1988), geboren in Montpellier, studierte Rechte und Philosophie an der Sorbonne. Erste Publikationen Mitte der 20er Jahre. Von 1937–1947 Mitglied der KPF; Militärdienst und verschiedene Tätigkeiten in Versicherungsgesellschaften. Ponge gehörte 14 Jahre lang zum Kreis der Literaten um die inzwischen legendäre Zeitschrift »Tel Quel«. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. »Grand Prix de poésie« der Académie française 1984. Kommandant der Ehrenlegion.

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Mitwirkende

Sprecher
Sylvester Groth


Ulrich Lampen (li., Regie) und Sylvester Groth (Sprecher) | © HR/Ben Knabe

Ulrich Lampen (li., Regie) und Sylvester Groth (Sprecher) | © HR/Ben Knabe

Ulrich Lampen (li., Regie) und Sylvester Groth (Sprecher) | © HR/Ben Knabe
Sylvester Groth (Sprecher) | © HR/Ben Knabe

Sylvester Groth (Sprecher)
© HR/Ben KnabeSylvester Groth (Sprecher)
© HR/Ben Knabe



PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Hessischer Rundfunk 2018


Erstsendung: 22.07.2018 | hr2-kultur | 49'10


AUSZEICHNUNGEN

Hörspiel des Monats Juli 2018


REZENSIONEN

Rafik Will: Gesellschaft und Natur. In: Medienkorrespondenz Nr. 16, vom 10.8.2018, S. 31. | N. N.: "Das Notizbuch vom Kiefernwald" ist Hörspiel des Monats Juli. In: epd medien vom 10.08.2018. S. 22. | N. N.: Hörspiel des Monats. In: Medienkorrespondenz. 07.09.2018. S. 41.


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