ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel


Glaube und Gegenwart


Erwin Wickert

Lot und Lots Weib


Komposition: Rolf Unkel

Technische Realisierung: Kurt Stock; Eva Marquard


Regie: Paul Land

Der Staat, in dem der Ministerialrat Lot beamtet ist, will, um mit der Entwicklung der Zeit Schritt zu halten, das herkömmliche Eherecht insofern revidieren, als die freie Liebe offiziell gestattet werden soll. Als Protest gegen die Zumutung , ein entsprechendes Gesetz auszuarbeiten, das er mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, tritt Lot von seinem Posten zurück. Gott gibt ihm zu verstehen, daß der Staat vernichtet werden soll, wenn das Gesetz - ob mit oder ohne die Mitwirkung Lots - zustande käme. Lot bittet um Aufschub : er würde hundert Gerechte finden, die seiner Meinung wären und über so eine starke Opposition dürfe und werde die Regierung sich nicht hinwegsetzen. Aber er findet nicht einen, der mit ihm für die Beibehaltung des alten Rechtes gekämpft hätte. Im Gegenteil: als Hochverräter wird er des Landes verwiesen. Auf diese Weise aber entgehen er und die Seinen der Vernichtung, die von Anbeginn an als Gericht über Sodom und Gomorra beschlossen war.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Fritz BrandLot
Rosemarie GerstenbergFrau Lot
Paul DättelDer Präsident
Kunibert GensichenDer Staatssekretär
Marianne SimonEsther, seine Frau
Ferry DittrichDer Polizeipräsident
Kurt JunkerDer Pfarrer
Michael KonstantinowDer Schriftsteller
Friedrich SchönfelderDer Schwiegersohn Lots
Elisabeth Botz
Yvonne Kübler
Charlotte Kunze
Rita Plum
Lilo Simon
Hans Odendahl
Hans Rusch


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Süddeutscher Rundfunk 1949

Erstsendung: 18.01.1950 | 58'00


Darstellung: