ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung



Max Frisch

Nun singen sie wieder

Versuch eines Requiems


Vorlage: Nun singen sie wieder (Schauspiel)

Komposition: Kurt Stiebitz

Technische Realisierung: Herbert Kara; Werner Seth


Regie: Cläre Schimmel

"Nun singen sie wieder", die 21 Geiseln, Frauen, Greise und Kinder, die in Rußland singend starben, und ... mahnen die Lebenden. Immer singen sie wieder, wenn Unrecht auf der Welt anfängt, aus den Trümmern des erst Vergangenen neu zu erwachsen, wenn wieder geschossen wird, wenn wieder Bomben fallen, wenn Jugend wieder zu Helden erzogen werden soll. Aber der beschwörende Gesang ist umsonst: Nicht alle vernehmen den Klang seiner Mahnung. Nur die schon lebend sich ihrer großen Verantwortlichkeit des Menschseins bewußt sind, vernehmen den Chor der Opfer und des Gewissens. Und es sind wenige. Wenige nur verstehen das Vermächtnis der singenden Toten, und Max Frischs Hoffnungslosigkeit sieht die Welt im alten Schritt und Tritt weitermaschieren, zu neuen Geiselerschießungen, zu neuen Massengräbern (nach Kindlers Literaturlexikon).

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Heinz Walter WeissHerbert
Friedrich SchönfelderKarl
Otto SchlandtDer Pope
Christine KayßlerMaria
Harald MannlOberlehrer
Margot HeimLiesel
Kurt JungLeutnant
Willy LeyrerDer Andere/Thomas
Egon SchäferDer Funker
Hans-Heinz FranckhEduard
Michael KonstantinowHauptmann
Michael HapatzGefreiter/Jemand
Ernst DietzBenjamin
Gerti FrickeEine Frau
Gerhard EichweinHauswart/Luftschutz/Ansager
Hans KroneckDer Alte
Peter RugeKind/Bub
Helga ErlinghagenJenny

Orchester: Radio-Sinfonie-Orchester Stuttgart

Dirigent: Kurt Stiebitz

 


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Radio Stuttgart 1947

Erstsendung: 20.07.1947 | 80'06


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