ARD-Hörspieldatenbank

Hörspiel



Slawomir Mrozek

Emigranten


Übersetzung: Christa Vogel

Technische Realisierung: Carsten Brüse


Regie: Friedhelm Ortmann

Sie leben in der Fremde, beide zusammen in einem miesen Kellergeschoß. XX ist ein ebenso gemütlicher wie gutmütiger Proletarier, der einen schlechten Job nur ausübt und dabei, wie AA, ein Intellektueller wie er im Buche steht, ihm unablässig zu beweisen hat, übel ausgebeutet wird. So geraten sie, während man über ihnen bessere Kreise Sylvester feiern hört, in Streit miteinander, der in immer neuen, auch komischen Varianten den permanenten Prozeß von gegenseitigem Angezogensein und Abgestoßenwerden umkreist. Je mehr AA seinem Kontrahenten XX sein Sklavendasein vor Augen führt, desto aggressiver wird dieser, bis zu tätlichen Angriffen. - In einem voltenreichen Wirbel versteht es Slawomir Mrozek, der 1930 in Borzecin geborene polnische Vertreter einer absurden, makabren Dramatik, die unlösbare Abhängigkeit zwischen dem Intellektuellen und dem Proletarier darzustellen; es ist ein unablässiges Winden, dessen komische Züge nicht über die Verzweiflung, die sich darin offenbart, hinwegtäuschen zu wollen.

A
A

Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Friedhelm PtokAA
Manfred KrugXX


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1981

Erstsendung: 14.01.1982 | 77'34


Darstellung: