ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel


Lateinamerika: Mythos und Wirklichkeit


Mario Vargas Llosa

Schöne Augen, häßliche Bilder


Übersetzung: Elke Wehr

Regie: Klaus Mehrländer

Der sechzigjährige Eduardo Zanelli, Limas Kritikerpapst, hat auf einer Vernissage den schönen jungen Rubén kennengelernt und ihn mit zu sich nach Hause genommen. Aber Rubén hat alles andere als ein homoerotisches Abenteuer im Kopf. Sein Motiv ist Rache. Durch Zanelli hat er Alicia verloren. Sie war Studentin des Kunstgeschichtlers und wollte Malerin werden. Über zwei Jahre arbeitete sie bis zum äußersten an der Vorbereitung ihrer ersten Ausstellung. Zanelli jedoch sprach mit seiner niederschmetternden Kritik das künstlerische Todesurteil über Alicia. Von einem Tag auf den anderen gab die junge Künstlerin die Malerei auf, zerstörte ihre Bilder, verließ die Universität und trennte sich von Rubén. Jetzt will er Eduardo Zanelli zur Rechenschaft ziehen. Zanelli aber gibt vor, sich nicht einmal an Alicia erinnern zu können.

Mario Vargas Llosa, geboren 1936 in Arequipa, studierte Philologie. Ab 1967 hatte er Gastprofessuren an verschiedenen renommierten Universitäten in Europa und Nordamerika inne. Nach dem Ende der Militärdiktatur betätigte er sich in seiner Heimat politisch. Vargas Llosa ist einer der bedeutendsten Romanciers der spanischsprachigen Welt. Darüber hinaus hat er Prosa, Hörspiele und Essays geschrieben. Das Hörspiel "Schöne Augen, häßliche Bilder" entstand als Auftragsarbeit der EBU (Europäische Rundfunkunion) und wird in jeweiligen Übersetzungen etwa zeitgleich von mehreren Mitgliedsorganisationen der EBU gesendet. Der WDR fungiert in diesem Konzept als Produzent für die ARD.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Rolf HoppeEduardo Zanelli
Ulrich MatthesRubén Zevallos
Nana SpierAlicia


 

Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk / Österreichischer Rundfunk / Schweizer Radio DRS 1994


Erstsendung: 16.10.1994 | 57'26


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