ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Tormod Skagestad

Mond über dem Fjord

übersetzt aus dem Norwegischen


Übersetzung: Tabitha von Bonin


Regie: Oswald Döpke

Die Handlung spielt in einer Mittsommernacht. Marie und Kjetil können nicht schlafen: der Mond steht überm Fjord, und die Musik vom nahen Tanzplatz weht herüber. Und dort draußen tanzt auch Trond, ihr Sohn, der morgen früh fortgeht in die Stadt. Marie möchte, daß Trond bleibt, sie ist sonst ganz allein, denn zwischen Kjetil und ihr gibt es kein wirkliches Gespräch mehr. Kjetil jedoch begeistert sich an dem Gedanken, daß Trond es wagt aufzubrechen, die heimatliche Enge hinter sich zu lassen. Alles, was Kjetil versäumt hat, soll Trond nun erleben; alles, was aus Kjetil geworden ist, soll Trond erspart bleiben. Doch Trond trifft beim Tanz die junge Signe, und Signe bittet ihn, zu bleiben. Trond weiß nicht, was er tun soll. Spät in der Nacht kommt er nach Hause . Es gibt eine furchtbare Szene: Kjetil beschwört den Sohn zu gehen; Trond solle sich seinen Vater doch einmal genau ansehen: Ja, auch er habe damals fort wollen, wie Trond, aber dann sei Marie gekommen und habe gebeten - wie Signe jetzt -, und er sei geblieben. Und was sei aus ihm geworden?! Ein haltloser Träumer, ein Säufer, über den die Leute lachen. Aber nun nennt auch Marie die Dinge beim Namen, die ihre Träume zerstört, die ihre Gefühle getötet haben, nun sagt auch sie Trond, was Kjetil ihr angetan hat. Als der Morgen kommt, ist es entschieden: Trond geht fort. Und Marie und Kjetil werden noch einmal versuchen, ein gemeinsames Leben zu führen; sie sind jetzt alt und verbraucht, und sie sind allein.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Gisela von CollandeMarie
Wolfgang GolischKjetil
Charles BrauerTrond
Karen HüttmannSigne
Hellmut LangeErik
Rudolf Weber-Lange
Ernst Joachim Schlieper
Ruth Puls
Ingeborg Schäfer-Heinz


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Radio Bremen / Südwestfunk 1954

Erstsendung: 08.06.1955 | 59'20


REZENSIONEN

  • N. N.: Funk-Korrespondenz. Nr. 25. 15.06.1955. S. 12.

Darstellung: