ARD-Hörspieldatenbank


Hörspiel



Roderich Feldes

War das was?


Komposition: Stan Regal

Technische Realisierung: Stan Regal; Sven Schmeier

Regieassistenz: Nicola von Velsen


Regie: Klaus Mehrländer

Nachts, in einem abgelegenen Waldstück, schieben Ludwig und Ferdy Wache bei einem Munitionsdepot. Zwischen den beiden herrscht eine gespannte Atmosphäre; der ältere Ludwig, der in seiner Freizeit Hunde abrichtet, tut sich schwer mit den liberalen Ansichten des arbeitslosen Junglehrers Ferdy, der sich nur notgedrungen als Wachmann verdingt hat. Als plötzlich entfernte Geräusche durch die Dunkelheit dringen, werden Angst und Aggressivität bei beiden offenbar. Zweifellos ist es ein Auto, das angehalten hat. Ist es ein Liebespaar, oder sind es Terroristen, die einen Überfall planen? Die verdächtigen Geräusche werden zum Anlaß wilder Spekulationen über die dahinter lauernden Gefahren; die Unfähigkeit, aus dem Nicht-Übersehbaren die richtigen Schlüsse zu ziehen, hat Folgen für alle Beteiligten. Eine Parabel, so könnte man das neue Hörspiel von Roderich Feldes nennen, eine Parabel auf das Klima in der Bundesrepublik, wie es der Autor sieht. Die Darstellung dieser Allianz aus Zukunftsangst und Verdrängung, festgemacht an einer atmosphärisch dichten Extremsituation, wird zum Denkanstoß für den Hörer.

Roderich Feldes, geboren 1946, veröffentlichte Lyrik, Prosa, Hör- und Fernsehspiele. Für seine literarische Arbeit erhielt er mehrere Auszeichnungen.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Otto SanderLudwig
Friedhelm PtokFerdy
Christian BrücknerSprecher 1
Jürgen ThormannSprecher 2

Chor: Männerchor


 


Mikrofon im hr-Hörspielstudio - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1987

Erstsendung: 29.11.1987 | 40'25


AUSZEICHNUNGEN

  • Hörspiel des Monats November 1987

Darstellung: