ARD-Hörspieldatenbank

Hörspielbearbeitung, Monolog



Rolf Dieter Brinkmann

To a world filled with compromise we make no contribution


Vorlage: To a world filled with compromise we make no contribution

Bearbeitung (Wort): Ulrich Gerhardt

Technische Realisierung: Günter Heß; Angelika Haller

Regieassistenz: Christiane Klenz


Regie: Ulrich Gerhardt

Zwar reden die Menschen noch miteinander, aber es ist ein Schlagabtausch: "Sie sind hoffentlich nicht hier, um ein paar tote Witze fallen zu lassen. - Nein, die toten Witze laufen alle draußen rum." Die Welt als Ungeheuer. Brinkmann beschreibt eine von Menschen geschaffene Katastrophe aus leerer Kommunikation, getäuschten Wünschen und lähmenden Kompromissen. Es entstehen keine Dialoge, sondern Entgegnungen. Das Individuum empört sich, wehrt sich gegen eine abstoßende Welt, will, wenn es schon nichts ändern kann, seinen Zorn hinausschreien. Aber was ist auszurichten gegen die phantomhafte Stille des kleinen sauberen Vororts. Wo selbst die Reste der Natur dem steinernen Gefängnis nichts entgegenzusetzen vermögen als nur sinnlose Bewegung: Durch den hellen Fleck am Ende der Straße schaukeln in wilden Sturzflügen blinde Nachtfalter. 'To a world filled with compromise we make no contribution' erschien 1972 in der Zeitschrift "Manuskripte".

Rolf-Dieter Brinkmann (1940-1975), zahlreiche Lyrik- und Prosaveröffentlichungen; Hörspie le: "Auf der Schwelle" (1971), "Der Tierplanet" (1972), "Besuch in einer sterbenden Stadt" (1973).

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Mitwirkende

Sprecher
Christian Brückner


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Bayerischer Rundfunk 1996

Erstsendung: 14.06.1996 | 39'40


Darstellung: