ARD-Hörspieldatenbank

Hörspiel



Benno Meyer-Wehlack

Und Pony singt


Technische Realisierung: Wolfgang Zülch; Andreas Büttner

Regieassistenz: Christoph Dietrich


Regie: Richard Hey

Berlin 1945, kurz nach Kriegsende: Der Maler Ally Klatt steht in der Küche und kocht vor - für morgen. Der Junge erzählt ihm. Er ist siebzehn, dem Krieg am Ende durch einen langen Fußmarsch von der Ostsee entronnen, hungrig. Die beiden sind Freunde, von damals noch, auf der Insel, als der Junge dem Maler beim Aquarellieren zusah und heimlich dessen Annäherungsversuche an seine Mutter unterstützte. Er hatte sich angezogen gefühlt von der kleinen Gruppe von Künstlern und Schauspielern damals auf Hiddensee, hatte begierig die Signale aus dieser anderen Welt in sich aufgenommen. Und daß der Vater die Freunde des Sohnes wegen Defaitismus hätte verpfeifen können, das erscheint ihm noch heute undenkbar. - Der Junge erzählt, immer wieder, malt liebevoll die alten Geschichten aus. Er hat Hunger, aber er sagt es nicht. Ally kocht und läßt sich unterhalten. Das Telefon klingelt, und der Junge stiehlt während der kurzen Abwesenheit des Malers, der ihn dann über dem Brot ertappt. Nun stehen sie sich anders gegenüber. Beide schuldbewußt, jeder auf seine Art, und gleichzeitig befreit.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Günter LamprechtDer Maler Albert
Kai HufnagelDer Junge
Christiane MüllerPony mit der schönen Stimme
Benno Meyer-Wehlack


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Sender Freies Berlin 1990

Erstsendung: 15.05.1990 | 60'17


Darstellung: