ARD-Hörspieldatenbank

Originalhörspiel



Heinrich Weppner

Das Lied des Wals


Regie: Hans Rosenhauer

Robert Mertens hat sein Gedächtnis verloren. Dr. Behrend - sein Therapeut - hilft ihm bei der Suche nach sich selbst. Er scheitert jedoch zunächst am inneren Widerstand des Patienten. Nach und nach tauchen in den Gesprächen, Hypnosen, Träumen Erinnerungsfragmente auf: 'Fisch', 'alter Mann', 'Gesang' und immer wieder der Mythos von Jona und dem Wal. Es hat den Anschein, als ob Mertens das grausame Walfischschlachten auf den Färöer Inseln nicht verkraften konnte und im Schock sein Gedächtnis einbüßte. Allerdings je mehr sich das Rätsel um diesen Mann löst, desto stärker gerät Dr. Behrend in seinen Sog. Der Arzt verstrickt sich schließlich in dessen Identität, bis er manchmal fühlt und spricht wie er. Eines Tages entdeckt er etwas, was ihn tief erschreckt. Mertens Augen sind nicht mehr braun, sondern grau wie das Meer, und er ist keineswegs mehr der Patient, der Hilfe braucht. Heinrich Weppner gelingt in seinem ersten Hörspiel 'Das Lied des Wals' die poetische Umsetzung unseres ökologischen Desasters. Er verschmilzt Umweltkritik und Mythos, Ökothriller und Boulevardstück, Lyrik und Science fiction zu einer zornigen Klage über den Verlust der Natur. "Sie singen", so träumt Robert Mertens von den Walen, "...sie singen vom verlorenen Paradies... Sie singen von den Tänzen unter den Meeren... Sie singen von ihrer Liebe... Unendlich diese Stille.... Schneediamanten in den Wassern der Arktis.... Ich sehe.... Einhörner, die über Regenbogenhürden setzen."

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Gerhard GarbersDr. Stefan Behrend
Dietmar MuesRobert Mertens
Claudia RieschelRenate Behrend
Monica BleibtreuFrau Mertens
Burghart KlaußnerProfessor König
Katharina MatzFrau Raulfs


 

Hörspiel aktuell


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Norddeutscher Rundfunk 1986


Erstsendung: 18.12.1986 | 55'30


Darstellung: