ARD-Hörspieldatenbank

Hörspiel



Vilgot Sjöman

Ein eigentümlicher Tod


Übersetzung: Marianne Weno

Komposition: Jonas Bergler

Technische Realisierung: Jonas Bergler

Regieassistenz: Annette Kurth


Regie: Heinz Wilhelm Schwarz

Ein Komponist erstattet Selbstanzeige bei der Polizei: Er behauptet, ein Mädchen umgebracht zu haben. Er sagt, erst habe er sie erwürgt und dann habe er ihr die Hände abgeschnitten. Die Polizei sucht den angeblichen Tatort ab, doch sie findet keine Leiche. Auch die Suche nach Motiven, nach Gründen für dieses Verbrechen in der Vergangenheit des Komponisten, bleibt ohne greifbares Resultat. Alle Befragten, seine ehemalige Frau, die Tochter, sein Produzent und dessen Gattin, beschreiben ihn zwar als einen sonderlichen Menschen, dem Kopf und Hände das Wichtigste seien, der nur für die Musik gelebt habe, aber einer solchen Tat hält ihn keiner für fähig. Der Komponist jedoch besteht darauf, sie begangen zu haben. Er erinnert sogar den Namen der Ermordeten, Angela; aber so heißt auch seine neueste Komposition. "Okkulte Szenen für den Hörfunk" nennt der Autor seinen Text, der in sich logisch und rätselhaft zugleich ist. Mosaikartig entschlüsselt er das Leben eines Besessenen, der nur in der Musik er selber ist. Vilgot Sjöman wurde 1924 in Stockholm geboren. Er ist Schauspieler, Regisseur und Autor. 1948 veröffentlichte er seinen ersten Roman, "Lektorn"; ihm folgte ein umfangreiches Werk in Prosa, Essayistik und Reportage, u.a. "L 136", ein Tagebuch mit Ingmar Bergmann. Bekannt gemacht haben Vilgot Sjöman vor allem seine Filme, darunter "Ich bin neugierig - Gelb" und "Ich bin neugierig - Blau".

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Friedhelm PtokDer Kantor
Ernst JacobiDer Befrager
Peter SeumMattias
Sabine SinjenEva
Eva Katharina SchultzEhefrau
Sabine ThieselerLena
Maren KroymannTochter


 

Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1986

Erstsendung: 14.09.1986 | 52'28


Darstellung: