ARD-Hörspieldatenbank


Kurzhörspiel



Walter Hasenclever

Der Froschkönig


Bearbeitung (Wort): Peter Hacks

Technische Realisierung: Rudi Stückrath; Anne Effertz-Arnal

Regieassistenz: Annette Kurth


Regie: Hans Gerd Krogmann

Als Walther Hasenclever Ende 1932 zum letzten Mal zu einem kurzen Besuch nach Berlin kam, geriet er in Demonstrationen, turbulente Propagandaveranstaltungen. Blutige Kämpfe zwischen Linken, Rechten und der Polizei beherrschten die Straßen. Die Nationalsozialisten schickten sich an, die Macht zu erobern. Die Weimarer Republik lag in den letzten Zügen. Die Reichskanzler und Kabinette purzelten. Auf Brüning folgten von Papen und Schleicher. Hasenclever begegnete den Figuren seiner Märchenfarce in der Realität. Sie setzten bald darauf auch seinen Namen auf die erste in der "Nachtausgabe" vom 23.4. 1933 abgedruckte Liste ausgebürgerter und verbotener Schriftsteller. Joseph Goebbels reihte seine Werke, die am 10. Mai den Autodafés zum Opfer fielen, unter die Schmutz- und Schundliteratur ein. Walther Hasenclever (1890-1940) schrieb die Rolle der Prinzessin im "Froschkönig" als eine freie Adaption des bekannten Grimmschen Märchens für Blandine Ebinger. Ein halbes Jahrhundert später, 1986, spielte die große Berliner Schauspielerin diesen Part im Studio in Juan Allende-Blins Hörspielversion.

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Mitwirkende

SprecherRolle/Funktion
Blandine EbingerPrinzessin
Herbert WeissbachFrosch
Gudrun GenestKönigin
Curt BockKönig
Eva Katharina SchultzGespielin


 


Quellen zum Hörspiel - © DRA/Michael Friebel


PRODUKTIONS- UND SENDEDATEN

Westdeutscher Rundfunk 1986

Erstsendung: 23.12.1986 | 28'16


Darstellung: